ProGiS 2.0

Vom Identifikations- zum Entscheidungsunterstützungsinstrument für nachhaltige und gesunde Städte

  • Projekt-Nr. 254153
  • Laufzeit 05/2026 - 12/2027

Kommunen stehen heute vor der Herausforderung, viele komplexe Transformationsprozesse gleichzeitig und ressortübergreifend steuern zu müssen – von der Klimaanpassung über die Mobilitätswende bis hin zur Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums. Während das Vorgängerprojekt ProGiS eine Systematik zur Identifizierung sozial-ökologischer Lagen entwickelte, setzt ProGiS 2.0 bei der praktischen Umsetzung an: Der ProGiS-Index soll von einem analytischen Bewertungsinstrument zu einem praxisnahen Entscheidungsunterstützungssystem weiterentwickelt und in den kommunalen Regelbetrieb überführt werden.

ProGiS 2.0 soll Verwaltungen befähigen, geeignete Maßnahmen der Stadtentwicklung und der Klimaanpassung nicht nur räumlich zu identifizieren, sondern sie auch standardisiert zu priorisieren, zu begründen und systematisch zu dokumentieren. Dazu validiert das Projektteam die ProGiS-Methodik in weiteren NRW-Kommunen und bereitet sie technisch so auf, dass sie sich möglichst einfach in bestehende Verwaltungsabläufe integrieren lässt – beispielsweise durch die automatisierte Erstellung von Gebietsreports, Ampel-Logiken oder KI-gestütztes Datenmanagement.

In enger Zusammenarbeit mit kommunalen Akteur*innen vor Ort, unter anderem in Oberhausen, entwickeln und erproben die Forschenden konkrete Anwendungsszenarien (Use Cases), um sicherzustellen, dass die Projektergebnisse unmittelbar in Planungs-, Förder- und Entscheidungsprozesse integriert werden können. Dadurch soll ein praxiserprobtes "ProGiS-Produktportfolio NRW" entstehen, das Kommunen unterschiedlicher Größe als einfach übertragbare Blaupause nutzen können.

Der besondere Mehrwert des Vorhabens liegt darin, die bestehende Lücke zwischen Datenverfügbarkeit und der konkreten Umsetzung in den Kommunen zu schließen: Durch die Bereitstellung einer standardisierten, nachvollziehbaren Entscheidungsgrundlage für die Abstimmung zwischen Umwelt, Gesundheit, Stadtentwicklung und Sozialplanung trägt das Projekt dazu bei, sozial gerechte und wirksame Klimaanpassung in Kommunen zu stärken – und sie landesweit skalierbar zu machen.


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