LowEx Herten

Innovative interkommunale Energieversorgung für die "Neue Zeche Westerholt" in Herten/Gelsenkirchen (TP in EnerAct - Energiewende und gesellschaftliche Megatrends - Konkrete Handlungsansätze)

  • Projekt-Nr.151517
  • Laufzeit 04/2018 - 09/2019

Die Digitalisierung und der demografische Wandel sind Megatrends, die die Energiewende überlagern. Mehr denn je sind daher integrierte Problemlösungskonzepte für die Umsetzung der Energiewende gefragt. Neben den technischen Aspekten sollen diese Lösungen auf die sozio-ökonomischen Charakteristika der einzelnen Regionen und Kommunen eingehen und mögliche Veränderungen durch die Megatrends berücksichtigen.

Zielsetzung des Teilprojekts war die Entwicklung eines wirtschaftlich-, ökologisch- und sozial optimalen Wärmeversorgungskonzepts für die Konversionsfläche der ehemaligen Zeche Westerholt in Gelsenkirchen-Herten. Im Fokus stand das Gesamtsystem der Wärmeversorgung, bestehend aus Netz, Speicher und Erzeugung. Angestrebt wurde eine zukunftsfähige Niedertemperaturversorgung (LowEx), welche Technologien der Sektorkopplung und diverse erneuerbare Energiequellen wie Solarthermie, Erdwärme und Abwärmequellen einbinden kann. Dabei wurde eine integrierte Analyse technisch-infrastruktureller sowie sozio-ökonomischer und -kultureller Umsetzungsvoraussetzungen durchgeführt. Neben der interkommunalen Einbindung zeichnete sich das Vorhaben durch ein transdisziplinäres Projektkonsortium aus Kommune, Stadtwerk, Wissenschaft, Technologieentwicklern und Planungsbüros aus.

Das Projekt wurde durch die Stiftung Mercator gefördert.

Praxispartner:
Stadt Herten (Umweltamt), Hertener Stadtwerke GmbH, EnergieAgentur.NRW (Kompetenzzentrum Systemtransformation und Energieinfrastruktur), Viessmann Deutschland GmbH

Das "Bürgergutachten zur Neuen Zeche Westerholt" (September 2019) wurde in einer dreitägigen Veranstaltung vom 3. bis 5. Juli 2019 gemeinsam von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Herten im Partizipativen Reallabor erarbeitet. Es wurde konzipiert, begleitet und zusammengeführt durch das Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) der Bergischen Universität Wuppertal (BUW).