KUBA

Nachhaltige Kunststoffwertschöpfungskette: Pilotfall Kunststoffe in Bauwirtschaft und Gebäuden Kunststoffe im Baubereich

  • Projekt-Nr.351686
  • Laufzeit 12/2018 - 05/2020

Während für bestimmte Produkte bereits Recyclingsysteme existieren, ist ein werkstoffliches Recycling für verschmutzte Kunststoffe technisch oder ökonomisch häufig nicht mehr sinnvoll. Bisher werden diese Kunststoffe häufig thermisch verwertet. Stattdessen ließen sich diese Kunststoffe auch rohstofflich verwerten und zum Beispiel über Pyrolyse in petrochemische Grundstoffe zerlegen und anschließend zu neuen Produkten verarbeiten.

Das Ziel des Verbundvorhabens KUBA ist die Entwicklung eines Konzeptes für die nachhaltige Nutzung von Kunststoffen aus dem Baubereich und für die Kreislaufführung eines erheblichen Teils des Kohlenstoffs der Baukunststoffe.

Hierzu sollen bisher nicht erfasste, grundlegende Daten zu Kunststoff im Baubestand, Stoffströmen aus der Bauwirtschaft, zu Prozessketten zur Erfassung/Sammlung, Rückführlogistik, Sortierung, Aufbereitung und Konversion zur rohstofflichen Verwertung gemischter Bauabfälle erhoben und bewertet werden, auch bezüglich grundsätzlicher Aspekte zur Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit. Die dadurch verbesserte Datengrundlage soll zum Beispiel Industrieunternehmen bei Entscheidungen bezüglich des Engagements in künftigen Forschungsprojekten unterstützen.

Von Bedeutung ist in KUBA darüber hinaus die Etablierung einer Zusammenarbeit und eines Austauschs zwischen den verschiedenen Akteuren der Wertschöpfungskette.

Wesentliche Ziele und Aufgaben des Teilvorhabens des Wuppertal Instituts ist die lebenszyklusweite ökologische und ökonomische Bewertung von Verwertungswegen für Kunststoffe im Baubereich. Daneben wird das Wuppertal Institut bei der Ermittlung von Kennzahlen über die aktuell in Deutschland eingelagerten Kunststoffmengen und -qualitäten im Baubereich mitarbeiten.