Di-Plast

Digital Circular Economy for the Plastics Industry

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  • Projekt-Nr.351652
  • Laufzeit 10/2018 - 04/2022

Das vom Interreg NWE Programm geförderte Projekt "Di-Plast" konzentriert sich auf die B2B-Lieferketten in den größten Bereichen der Kunststoffnachfrage in Nordwesteuropa (North-West Europe, NWE): Verpackungen und Bau.

Ausgehend von Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg ermöglicht das Projekt Unternehmen in Nordwesteuropa die wichtigsten Barrieren für den Einsatz recycelten Kunststoffmaterials zu überwinden und so zuverlässige Märkte mit einem stabileren Angebot an hochwertigen recycelten Kunststoffmaterialien zu schaffen. Di-Plast schafft ein tieferes, gemeinsames Verständnis für die wirtschaftlichen, produktiven und ökologischen Vorteile von Kunststoff-Rezyklat.

Das Wuppertal Institut leitet das Projekt und wird mit den Projektpartnern verschiedene Aktivitäten verfolgen, um folgende Ziele zu erreichen:     

  • erstellen eines Toolkits zur erhöhten Aufnahme von recycelten Kunststoffmaterialien mit sechs Tools zur Verbesserung der Aufnahmeleistung
  • testen und validieren der Tools in vier Pilotprojekten bei 12 Unternehmen, wodurch bereits insgesamt 4 Kilotonnen Sekundärmaterial aufgenommen werden
  • Erstellung eines Programms und Installierung von fünf "Uptake Managern", um 90 Unternehmen in NWE bei der effektiven Nutzung von Sekundärkunststoffen zu unterstützen und so die Verbreitung des Toolkits sowie der Erarbeiteten Lösungen zu beschleunigen und eine Aufnahme von insgesamt 18 Kilotonnen Sekundärmaterial zu erreichen
  • nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung in NWE fördern, um mehr "Uptake Manager" zu schaffen und so die Unterstützung und Akzeptanz zu erhöhen

Hintergrund für das Projekt ist der sehr geringe Einsatz von recyceltem Kunststoffmaterial in der kunststoffverarbeitenden Industrie, wodurch wertvolles Material durch Verbrennung, Export oder Deponierung verloren geht. Darüber hinaus impliziert dies eine hohe Abhängigkeit von volatilen, instabilen und unsicheren Rohmaterialmärkten (z. B. Petrochemie) für Kunststoffverarbeiter. Der hohe Verbrauch von Rohmaterial führt auch zu enormen externen Belastungen und damit zu einer hohen Belastung für Natur, Umwelt und menschliche Gesundheit, beispielsweise durch schädliche Emissionen und Meeresverschmutzung.