ProRetro

Verbreitung von Sanierungen privater Wohngebäude durch One-Stop-Shops in Deutschland

  • Projekt-Nr.251990
  • Laufzeit 06/2020 - 05/2023

Das Projekt ProRetro unterstützt Wohngebäudebesitzerinnen und -besitzer bei der Sanierung ihrer Häuser. Im Rahmen des Projekts entwickelt das Projektkonsortium dafür in fünf deutschen Städten und Regionen sogenannte "One-Stop-Shops" und erprobt diese. One-Stop-Shops sind eine Anlaufstelle, die als erster oder alleiniger Ansprechpartner agiert sowie die Organisation aller Aufgaben, die sich bei einer energetischen Sanierung ergeben, übernimmt. Das soll helfen, energetische Sanierungen von Gebäuden zu vereinfachen. One-Stop-Shops kümmern sich um Finanzierung und Planung, bereiten die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen vor und begleiten diese. Wie viele Aufgaben der One-Stop-Shop den Kundinnen und Kunden abnimmt, hängt von deren Wünschen ab. Durch seine Einbindung sollen einerseits der Aufwand – etwa Informationen, Suche sowie die Organisation – für den Wohngebäudebesitzerinnen und -besitzer reduziert, andererseits die Qualität der energetischen Sanierungen gesteigert werden. Durch die Begleitung zahlreicher Sanierungsvorhaben verfügt diese Anlaufstelle über das hierfür notwendige Erfahrungswissen.

Bei der Entwicklung eines solchen One-Stop-Shops erhalten die deutschen Projektpartner Unterstützung durch Organisationen aus anderen europäischen Ländern, die bereits mit Ansatz "One-Stop-Shop" experimentiert haben oder erfolgreich ein derartiges Geschäftsmodell anbieten. Dafür werden Verfahren gegenseitigen Lernens genutzt. Hierzu zählt beispielsweise das "Work Shadowing", bei dem die deutschen Projektpartner die europäischen One-Stop-Shops besuchen und den Mitarbeitenden bei der alltäglichen Arbeit über die Schulter schauen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts koordinieren das Projekt und erforschen Bedingungen für die erfolgreiche Etablierung von One-Stop-Shops, etwa durch die Erhebung von Kundenbedürfnissen. Zudem entwickelt das Wuppertal Institut eine Methodik zur Ermittlung der Wirkungen der One-Stop-Shops und setzt diese für die ersten Testkunden um.

Dieses Projekt wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union finanziert (Grant Agreement Nr. 894189).

Projektziele:

  • Überwindung von Hindernissen für die Sanierung privater Wohngebäude durch den Aufbau neuer "One-Stop-Shops" in fünf deutschen Städten/Regionen
  • Konzeption, Planung, Implementierung und Monitoring/Evaluierung der neuen "One-Stop-Shops"
  • Abdeckung des gesamten Sanierungsprozesses einschließlich Initialberatung, Planung, Vertragsabschlüsse, Implementierung, Abnahme
  • Vorbereitung des Weiterbetriebs der Angebote über Projektlaufzeit hinaus

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