Aggertal-Gymnasium nimmt das größte Solarkraftwerk der Region in Betrieb

Solar- und Sparprojekt in Engelskirchen wird feierlich eingeweiht.

  • Pressemitteilungen 15.01.2002

Mit einer Solaranlage auf dem Dach und zahlreichen Energie-Einsparmaßnahmen wird jetzt der Klimaschutz am Aggertal-Gymnasium konkret und wirksam. Die Gemeinde Engelskirchen und das Wuppertal Institut haben zur feierlichen Einweihung des Solar- und Spar-Projektes am Aggertal-Gymnasium Engelskirchen für Dienstag, den 15.01., ab 11.00 Uhr eingeladen.

 

Das besondere an diesem Projekt ist die Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen über private Kapitalanleger, die über 20 Jahre hinweg in den Genuss der eingesparten Energiekosten kommen. Dabei wurde der Projektträger von einem regelrechten Run auf die Klimaschutz-Kapitalanlage überrascht. Mit der finanziellen Beteiligung von 60 engagierten Bürgerinnen und Bürgern konnten hier Zukunftstechnologien installiert werden, die den Stromverbrauch der Schule um den Faktor 4 senken.

 

Kein Wunder, dass Bürgermeister Wolfgang Oberbüscher begeistert ist: "Ein voller Erfolg für den Klimaschutz, für die Schule, für die privaten Geldgeber und nicht zuletzt für die Umweltpolitik der Gemeinde Engelskirchen."

 

Dass alle Beteiligten profitieren, ist der Leitgedanke dieses Pilotprojekts, das zur "100.000 Watt-Solar-Initiative für Schulen in NRW - EnergieSchule 2000+" gehört, das bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW angesiedelt ist. Dr. Kurt Berlo, Projektleiter am Wuppertal Institut betont: "Das in Nordrhein-Westfalen einmalige Projekt zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz als rentable Kapitalanlage vermarktet werden kann." Von diesem erfolgreichen Konzept zeigte sich auch Dr. Volkhard Riechmann vom Düsseldorfer Wirtschaftsministerium überzeugt, der die Anlagen im Aggertal-Gymnasium vor über 100 geladenen Gästen unter musikalischer Begleitung des Schulorchesters in Betrieb setzte.

 

Am Aggertal-Gymnasium existiert damit das mit Abstand größte Solarkraftwerk der Region Oberberg. Die 400 qm große Anlage auf dem Dach hat eine Leistung von 43,2 Kilowatt. Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm rund ein Viertel der Anlagenkosten; das Architekturbüro Rother aus Engelskirchen hat unter Mitwirkung der Firma Göbel Solar aus Düren die Bauausführung übernommen. Außerdem wurde in der Schule eine komplette Beleuchtungssanierung realisiert, die Umwälzpumpen durch hocheffiziente Sparpumpen ersetzt, die Heizungsregelung optimiert und ein modernes Blockheizkraftwerk installiert. Dabei war für das Wuppertal Institut und die Gemeinde Engelskirchen die Zusammenarbeit mit der Stromversorgung Aggertal geradezu ein Musterbeispiel für Public-private-partnership.

 

Bürgermeister Wolfgang Oberbüscher und der Schulleiter Dr. Klaus-Dieter Vilshöver sind stolz darauf, dass dieses Projekt an einer Schule in Engelskirchen erfolgreich umgesetzt werden konnte. Immerhin wird durch die energetische Sanierung der Schule der jährliche Strombedarf von 120.000 kWh auf 30.000 reduziert. So werden jährlich weit über 200.000 kg Kohlendioxid erspart - ein enormer Beitrag für den Klimaschutz.

Inzwischen sind Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus an einer Nachahmung interessiert. Geplant ist, die erfolgreiche Projektidee an weiteren Schulen in NRW umzusetzen.

 

Weitere Informationen im Internet: www.wupperinst.org/solarundspar

 

 

Pressemitteilung des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen

ViSdP: Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Dorle Riechert

Tel. +49 (0)202 2492-180, Fax +49 (0)202 2492-108

E-Mail: pr@wupperinst.org


Cookie-Einstellungen

Cookies helfen uns, die Website für Sie ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button "Zustimmen" erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf Mehr über die Verwendung und Ablehnung von Cookies.