Die soziale Marktwirtschaft soll zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft weiterentwickelt werden – so formuliert es beispielsweise der aktuelle Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Im Fokus stehen dabei vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien und Effizienzsteigerungen. Angesichts unzureichender Fortschritte bei der Bewältigung zentraler Umweltprobleme und neuer Herausforderungen auch durch den Ukraine-Krieg stellt sich jedoch die drängende Frage, ob das ausreicht oder ob politische Maßnahmen, die Suffizienz fördern und ermöglichen, viel größere Beachtung finden müssten.
Vor diesem Hintergrund und der These, dass eine sozial-ökologische Transformation ein intelligentes Zusammenspiel von Effizienz, Konsistenz und Suffizienz benötigt, findet am 14. und 15. November 2022 die Online-Fachtagung "Ist eine sozial-ökologische Marktwirtschaft genug? Möglichkeiten und Grenzen von Suffizienzpolitik" statt. Die Veranstaltung ist Teil der interdisziplinären Tagungsreihe "Die Wirtschaft der Gesellschaft" der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft und des Nell-Breuning-Instituts der Hochschule Sankt Georgen. Sie thematisiert, welche Rolle Suffizienzstrategien spielen, wie sie ausgestaltet sein könnten und inwieweit dies in Konflikt mit Zielen (z. B. Wirtschaftswachstum) und Prinzipien (z. B. Freiheits-/Eigentumsrechte) einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft steht.
Prof. Dr. Uta von Winterfeld, Senior Researcherin im Forschungsbereich Strukturwandel und Innovation am Wuppertal Institut, hält am ersten Tagungstag um 15:00 Uhr den Vortrag "Zur Idee der Suffizienz heute". Danach präsentiert Dr. Benjamin Best, Senior Researcher im gleichen Forshcungsbereich, ab 16:00 Uhr einen Vortrag zum Thema "Politikinstrumente auf deutscher und europäischer Ebene: Wo stehen wir heute?". Am zweiten Veranstaltungstag hält Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, um 11:15 Uhr einen Vortrag über Wohnungsgrößen und Wohnqualität und erklärt, warum kommunale Wohraumpolitik mehr ist als "nur" Wohnraumversorgung.
Anmeldungen sind bis 30. Oktober 2022 möglich. Weitere Informationen sind im nachfolgenden Link zu finden.
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