Wenn Wissenschaft sich verteidigt: Cyberangriffe auf Forschungsinstitute

Podcast Zukunftswissen.fm: Neue Episode mit Birgitta Wolff und Michael Lüttig

  • News 12.09.2023

Die Welt wird immer digitaler – und mit ihr das wissenschaftliche Arbeiten. Vieles wird dadurch einfacher. Aber gleichzeitig steigt die Komplexität beim Schutz von Forschungseinrichtungen vor Cyberangriffen: Für Kriminelle bedeutet es kaum Aufwand, breit gestreute Attacken auf eine Vielzahl verschiedener Unternehmen und Einrichtungen auszuführen. Als "Unternehmertum at its worst" bezeichnet Prof. Dr.  Birgitta Wolff, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal, dieses Vorgehen und das dahinterliegende, wirtschaftliche Abwägen der Hacker zwischen Risiko und Ertrag.

Seit September 2022 ist Wolff Rektorin der Bergischen Universität. Nur wenige Monate vorher traf ein Cyberangriff die Universität, der dazu führte, dass vorübergehend etwa die Hälfte der Lehrbereiche sowie die Universitätsverwaltung nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeitsfähig waren. Großen Schaden habe der Angriff nicht angerichtet, aber die darauffolgende Arbeit sei enorm und dauere teilweise bis heute an, berichtet Wolff im Podcast.

Sie spricht in der neuen Episode mit Michael Lüttig, Leiter der EDV am Wuppertal Institut, darüber, wie sich Forschungseinrichtungen gegen Hacks wappnen können. Beide sind sich einig: Gute Cybersicherheit ist nicht nur ein technisches Thema, sondern beruht genauso stark auf der Schulung von Mitarbeitenden, der Priorisierung des Themas durch die Organisationsleitung und auf klarer, interner Kommunikation zu Gefahren und Gegenmaßnahmen.

Im Gespräch berichten Wolff und Lüttig, dass die Angriffe in den letzten Jahren zwar immer häufiger werden, der öffentlich geförderten Wissenschaft aber zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um angemessen reagieren zu können. Beide berichten außerdem davon, was ihnen Mut macht in Bezug auf die Cybersicherheit der Zukunft.

Die neue Folge und alle vergangenen Episoden sind kostenfrei auf Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts und Podcast.de sowie über die Website des Wuppertal Instituts zu hören.


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