Die Erde hat ihre ökologische Belastungsgrenze überschritten: Sechs von neun Erdsystemen befinden sich bereits in kritischer Überlastung, vom Klima über biogeochemische Kreisläufe bis hin zur Biodiversität. Diese Veränderungen bedrohen nicht nur die Ökosysteme weltweit, sondern die gesamte Lebensgrundlage der Menschheit. Als Reaktion darauf dominieren im europäischen Kontext aktuell politische und wirtschaftliche Strategien, die vor allem darauf abzielen, ökonomisch verursachte Schäden abzumildern und durch technologische Effizienzsteigerungen auszugleichen. Dadurch lässt sich der aktuelle Zustand jedoch maximal "einfrieren" – dabei bewegen wir uns schon jetzt deutlich außerhalb des sicheren Handlungsraums für die Menschheit.
Daher braucht es neue Strategien, die mehr liefern als bloße Schadensvermeidung. Regeneratives Wirtschaften ist eine dieser Strategien. Eine regenerative Wirtschaft trägt aktiv zur Restauration von Ökosystemen bei und unterstützt die Regeneration natürlicher Systeme. Dieser In Brief zeigt: Der Weg zurück in die planetaren Grenzen erfordert ein grundsätzliches Umdenken. Ökonomischer Erfolg sollte fest mit der Wiederherstellung der Gesundheit ökologischer und sozialer Systeme verknüpft werden. Dafür sind umgehend neue Ansätze für eine wirkungsorientierte Forschung notwendig, in Verbindung mit konkreten Schritten zur Veränderung der aktuellen Wirtschaftsweise.
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