Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen kritisierten Klimaschutzmaßnahmen in der Vergangenheit zwar oft als "too little, too late", aber die grundsätzliche Richtung schien zu stimmen. Doch das hat sich jüngst geändert: Vor dem Hintergrund des Wahlerfolgs rechtspopulistischer Parteien sowie einer geopolitischen "Zeitenwende" ist aktuell ein Greenlash zu beobachten. Bereits beschlossene Regelungen im Bereich des Klima- und Umweltschutzes werden zunehmend wieder in Frage gestellt und aufgeweicht. Die Ablehnung von Vorhaben einer sozial-ökologischen Transformation zeigt sich bei rechtspopulistischen Akteur*innen zwar besonders rabiat, sie knüpft aber durchaus auch an breitere gesellschaftliche Haltungen und Interessen an.
Vor diesem Hintergrund laden der Arbeitsbereich praktische Philosophie der Bergischen Universität Wuppertal (BUW), das Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen, der Arbeitsbereich Umweltsoziologie der TU Dortmund, das Wuppertal Institut und das Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (transzent) am 20. Mai ab 19 Uhr zu einem kostenfreien Vortrag ein: Prof. Bernd Sommer, Professor für Umweltsoziologie an der Technischen Universität Dortmund, spricht in der Wuppertaler Utopiastadt (Mirker Straße 48, 42105 Wuppertal) zum Thema "Nach der Nachhaltigkeit: demokratische Alternativen zu Autoritarismus und Greenlash".
Sommer geht der Frage nach, was an der Klima- und Nachhaltigkeitstransformation so umstritten ist – und stellt dabei insbesondere Verteilungsfragen und kulturelle Konflikte in den Fokus. Daran anknüpfend thematisiert er, warum eine solidarische und demokratische Ausgestaltung von Transformationspolitik die Voraussetzung für ihr eigenes Gelingen ist: Am Beispiel einer sozial-ökologischen Stadtpolitik sowie von Bürger*innenräten und Energiegenossenschaften zeigt er, wie sich Kräfteverhältnisse zugunsten von Nachhaltigkeitsinitiativen verschieben lassen.
Im Anschluss an den Vortrag bietet ein gemeinsamer Ausklang den Teilnehmenden die Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung.
Konzipiert und organisiert ist die Veranstaltung von Prof. Jule Govrin (BUW), Prof. Franziska Martinsen (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Bernd Sommer (TU Dortmund).
Das Platzangebot ist begrenzt – um eine Anmeldung über den untenstehenden Link wird gebeten. Begleitend findet tagsüber ein Fachaustausch zum Thema "nachhaltig demokratisch – sozialökologische Transformation als Schutz demokratischer Lebensformen" am Wuppertal Institut statt. Weitere Informationen hierzu finden Sie ebenfalls untenstehend.
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