Umsetzung der Ergebnisse des ersten Global Stocktake

Policy Brief und Bericht im Rahmen des Forschungsprojekts ACCLIMATE erschienen

  • News 05.11.2026

Damit die Transformation zu einer klimaresistenten und emissionsarmen Gesellschaft gelingt, braucht es integrierte nationale und internationale Strategien. Im Projekt ACCLIMATE untersuchen Forschende des Wuppertal Instituts gemeinsam mit internationalen Expert*innen, wie sich diese Strategien verbessern lassen – für mehr Transparenz, Konsistenz und Klarheit bei Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

In diesem Rahmen sind nun zwei Publikationen erschienen: Ein Policy Brief zeigt, wie die EU zum globalen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beitragen kann. Außerdem liefert ein Bericht Erkenntnisse zur Umsetzung der Ergebnisse der ersten Globalen Bestandsaufnahme (GTS1) zum weltweiten Fortschritt der Ziele des Pariser Abkommens in nationale Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs).

Abkehr von fossilen Brennstoffen: Vier Handlungsfelder für die EU 

Die Notwendigkeit des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen wurde 2023 auf der internationalen Klimakonferenz COP28 in Dubai anerkannt – doch große Fortschritte bleiben bislang aus. Auch auf der COP30 in Belém konnten sich die Vertragsparteien des Pariser Abkommens nicht auf eine globale Roadmap dafür einigen. Im April 2026 bot die erste "Intergovernmental Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels" engagierten Ländern die Möglichkeit, Kooperationen einzugehen und so Fortschritte zu erzielen. Das Ergebnis waren drei Arbeitsgruppen und die Verkündung einer zweiten, weiterführenden Konferenz im Juli 2027, die Tuvalu und Irland ausrichten wird.

Max Schulze-Steinen, ehemals Researcher am Wuppertal Institut, und Dr. Wolfgang Obergassel, Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut, verfassten gemeinsam mit Forschenden der University of Cambridge, des Institut du Développement Durable et des Relations Internationales (IDDRI), der Vrije Universiteit Brussel (VUB) und der University of Eastern Finland (UEF) einen Policy Brief. Darin präsentieren sie vier konkrete Wege für die EU, zur Abkehr von fossilen Brennstoffen beizutragen. Der Policy Brief steht über den unten stehenden Link in einer Lang- und einer Kurzversion kostenfrei zum Download bereit.

Wie die Globale Bestandsaufnahme die nationalen Klimaschutzverpflichtungen prägt

Im Mittelpunkt des Reports "Reflection of the GST in NDCs and National Policies" stehen die Fragen: Welche Auswirkungen hatten die Ergebnisse der ersten Globalen Bestandsaufnahme (GST1) auf nationale Klimaschutz-Bemühungen und -Regelungen? Und welche Lehren lassen sich daraus für die Gestaltung und die Durchführung der zweiten globalen Bestandsaufnahme (GST2) ziehen?

Dazu analysierten die Forschenden 113 NDCs und erstellten drei ausführliche Fallstudien zu Brasilien, der EU und Nigeria. "Die Ergebnisse der GST1 schlagen sich bereits in nationalen Maßnahmen nieder. Insgesamt deuten unsere Untersuchungsergebnisse jedoch darauf hin, dass viele Länder den GST1 in erster Linie als allgemeinen Bezugsrahmen genutzt haben, während die Umsetzung in konkrete nationale Verpflichtungen und Maßnahmen nach wie vor sehr uneinheitlich ist", erläutert Dr. Wolfgang Obergassel, Hauptautor des Reports und Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut.

Der Policy Brief und der Report "Reflection of the GST in NDCs and National Policies" stehen über die folgenden Links kostenfrei zum Download bereit.


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