Ökologisch optimierter Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland

  • Projekt-Nr.4175
  • Laufzeit 06/2001 - 12/2003

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist eine der wesentlichen strategischen Säulen für eine zukünftig klimaverträglichere Gestaltung des Energiesystems. Mit der in den 90er Jahren eingesetzten Entwicklungsdynamik haben sich die mit ihrer Nutzung verbundenen Konflikte in verschiedenen Bereichen verstärkt.

Dies gilt z. B. für die Windenergie mit dem Spannungsfeld zwischen Klimaschutz auf der einen Seite und den Aspekten landschaftsästhetischer Beeinträchtigung auf der anderen Seite. Diese Konflikte werden möglicherweise zunehmen, wenn die Ausbauziele der Bundesregierung (Verdopplung des Beitrags erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2010) und weitergehende Vorstellung des Umweltministeriums (perspektivisch strebt dieses einen Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung von 50 Prozent zur Mitte diesen Jahrhunderts an) realisiert werden sollen.

Vor diesem Hintergrund wird in der Untersuchung nach einer Präzisierung und Einordnung der Problemstellung zunächst eine einzeltechnologische Beschreibung und Bewertung der Wirkung der verschiedenen Nutzungsoptionen erneuerbarer Energien in den relevanten Wirkungsbereichen durchgeführt.

Hierzu gehören einerseits quantifizierbare Wirkungskategorien (z. B. Beitrag bzw. Entlastungsbeitrag im Vergleich zu konventionellen Technologien der Strom- und Wärmebereitstellung in den Bereichen Treibhauseffekt, Versauerung, Material- und Rohstoffeinsatz) als auch andererseits eher nicht-quantitative Wirkungen (z. B. Eingriffe in die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes). Für diesen Arbeitsschritt wird das Instrument der Prozesskettenanalyse genutzt, so dass die Wirkungen von der "Wiege bis zu Bahre" berücksichtigt werden können. Die Wirkungen der einzelnen Nutzungsoptionen werden einer vergleichenden und bewertenden Betrachtung unterzogen.

Die Ergebnisse dieser ökologischen Vergleichsanalyse dienen ebenso wie weitere Untersuchungen mit eher ökonomischen und energiewirtschaftlichem Fokus (z. B. Potentialbetrachtungen, Zielerreichungsbeitrag der erneuerbaren Energien aus gesamtsystemarer Sichtweise) als Grundlage für die Formulierung von resultierenden Anforderungen an den optimierten weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland, die letztlich in der Entwicklung von "optimierten" Ausbauszenarien münden sollen.

Im abschließenden Teil der Untersuchung soll diskutiert werden, welche Hemmnisse einem derartigen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien entgegenstehen und welche Instrumente eingesetzt werden müssen, um für die relevanten Marktakteure die notwendigen Anreize in die Richtung eines optimierten Ausbaus erneuerbarer Energien zu setzen.

Der Betrachtungszeitraum für die Untersuchung erstreckt sich bis zum Jahr 2020, so dass auch über die heute bereits umgesetzten, auf den Ausbau erneuerbarer Energie förderlich wirkenden, energiepolitischen Maßnahmen hinaus weitergehende Ideen und Vorstellungen zu entwickeln und in konsistenten Maßnahmenbündeln zusammenzufassen sind.


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