PlastCycle

Entwicklung von Instrumenten und Maßnahmen zur Steigerung des Einsatzes von Sekundärrohstoffen - mit Schwerpunkt Sekundärkunststoffe

  • Projekt-Nr.2326
  • Laufzeit 10/2012 - 05/2014

Während die bei der Erzeugung und Verarbeitung anfallenden Sekundärkunststoffe aufgrund der hohen Sortenreinheit in hohem Maße in den Produktionsprozess zurückgeführt werden, werden die nach dem Produktgebrauch anfallenden Sekundärkunststoffe in deutlich geringerem Umfang einer werkstofflichen Verwertung zugeführt. Stattdessen dominiert in der Bundesrepublik Deutschland seit längerer Zeit die energetische Verwertung von Sekundärkunststoffen. Die Ursache für diese unbefriedigende Situation ist vielschichtiger Natur.
Kunststoffe sind Chemiewerkstoffe, die für den konkreten Einsatzzweck durch ein breites Spektrum an Zusatzstoffen und Additiven speziell ausgerüstet werden. Diese Zusätze können die Recyclingfähigkeit generell oder für bestimmte, sensible Einsatzzwecke (z. B. Einsatz von Recyclaten in der Lebensmittelverpackung) einschränken. Angefangen von der Schwierigkeit, aus gemischt gesammelten und vielfältig bei der Produktion modifizierten Kunststoffen möglichst sortenreine Rezyklate herzustellen bis hin zur Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzsituation gibt es deshalb viele objektive und subjektive Hemmnisse gegenüber einer Steigerung der werkstofflichen Verwertung.
Ziel des Projektes zur "Entwicklung von Instrumenten und Maßnahmen zur Steigerung des Einsatzes von Sekundärrohstoffen mit Schwerpunkt Sekundärkunststoffe" ist es deshalb, für die nach dem Gebrauch im Gewerbe und bei Haushalten anfallenden Sekundärkunststoffe und ggf. weitere Sekundärrohstoffe die Frage zu beantworten, ob und unter welchen Randbedingungen diese dem Restabfall oder derzeit thermisch genutzten Fraktionen entzogen und so die werkstoffliche Verwertung gesteigert werden kann. Schlussendlich sind im Ergebnis der Untersuchungen praxisnahe und umsetzbare Maßnahmen zur Steigerung der werkstofflichen Verwertung zu entwickeln.


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