UBA-MizAV

Geeignete Maßstäbe und Indikatoren zur Erfolgskontrolle von Abfallvermeidungsmaßnahmen

  • Projekt-Nr.350571
  • Laufzeit 07/2015 - 12/2017

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verlangt mit Bezug auf das Abfallvermeidungsprogramm des Bundes und der Länder (AVP) die Benennung zweckmäßiger Maßstäbe für festgelegte Abfallvermeidungsmaßnahmen (AVM), anhand derer die erzielten Fortschritte bei der Entkopplung der mit der Abfallerzeugung verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt vom Wirtschaftswachstum erfasst werden können. Das KrWG räumt die Möglichkeit ein, konkrete quantitative oder qualitative Indikatoren zu benennen, was aber angesichts der Komplexität und Vielzahl der konkreten Abfallvermeidungsmaßnahmen, der betroffenen Abfallströme und involvierten Akteursgruppen auf verschiedenen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen) eine besondere Herausforderung darstellt. Hinzu kommt, dass aufgrund struktureller und konjunktureller Entwicklungen der Rückgang der Mengen einzelner Abfallströme nicht direkt der Wirkung von AVM zugeordnet werden kann. Das AVP benennt bereits eine Reihe möglicher Indikatoren für einzelne Maßnahmen, Sektoren oder Stoffströme. Allerdings gibt es erhebliche Wissenslücken, inwieweit diese Indikatoren das Entstehen von Abfällen darstellen oder die Effekte von AVM abbilden können. Vor diesem Hintergrund lautet die Zielsetzung dieses Projektes, mögliche Bewertungsmaßstäbe für die Messung des Abfallvermeidungserfolges vertiefend zu analysieren und diese auf ihre Eignung für die Messung des Erfolges der im AVP etablierten Maßnahmen hin zu prüfen. Basierend auf dem Prüfergebnis ist ein passendes Set an Indikatoren zu erarbeiten, das eine kontinuierliche Messung des Erfolges von AVM ermöglicht.

Die Bearbeitung dieses Projekts erfolgt durch ein Konsortium aus dem Wuppertal Institut (Projektleitung), Ökopol und dem Ecologic Institut. Das Wuppertal Institut bringt dabei seine Erfahrungen im Bereich der Analyse und Entwicklung von Konzepten, Instrumenten und Evaluationsansätzen mit Blick auf die Vermeidung von Abfällen von der regionalen und sektoralen bis zur internationalen Ebene ein.