RegioPlast

Quality Standards for Recycled Plastic as Enabler of Zero Waste Systems

  • Projekt-Nr.351049
  • Laufzeit 01/2017 - 12/2017

Das Projekt befasste sich mit den niedrigen Recyclingraten von Kunststoffen, wie sie unter anderem durch den Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft der Europäischen Kommission dargestellt und in welchem die verpassten Möglichkeiten zur signifikanten CO2-Emissionsreduktion entlang der Kunststoffwertschöpfungskette herausgestellt wurden. In den vergangenen Jahren wurden technische Lösungen für Kunststoffrecycling entwickelt, bei denen Kunststoffmüll vollautomatisch in spezifische Kunststofffraktionen und -farben sortiert wird. Gleichzeitig ist die Industrie wegen des durchschnittlichen Kosteneinsparungspotenzials von etwa 20 Prozent stark an einem erhöhten Anteil von Recyclingkunststoffen interessiert. Trotzdem wird, abgesehen von PET (Polyethylenterephthalat), nur ein Anteil von weniger als 20 Prozent der Kunststoffabfälle recycelt.
Das Pathfinder-Projekt "RegioPlast" beschäftigte sich daher mit einer der wichtigsten Barriere für die Schließung des Kunststoffkreislaufs: dem Fehlen einheitlicher Qualitätsstandards für recycelte Kunststoffe, womit hohe Transaktionskosten sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite verursacht werden. Die Zusammenführung wichtiger Akteurinnen und Akteure aus der Recyclingindustrie und der kunststoffverarbeitenden Industrie erlaubte die Entwicklung von Parameter für Qualitätsstandards recycelter Kunststoffen. Diese Standards können die Wettbewerbsfähigkeit von Sekundärkunststoffe steigern und die Nutzung dieser Materialien erhöhen sowie zu zusätzlichen Innovationen und innovativen Recyclingtechnologien führen. Die Marktfähigkeit der Projektergebnisse validierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand ausgewählter Industriepartner.
Unterteilt wurde das Projekt in vier Arbeitspakete, von denen drei vom Wuppertal Institut koordiniert wurden:

  1. Analyse der Kunststoffe in einer europäischen und regionalen Kreislaufwirtschaft, einschließlich der Analyse bestehender Geschäftsmodelle (koordiniert vom Wuppertal Institut)
  2. Identifikation, Analyse der Auswirkungen und Diskussion der wichtigsten Hindernisse bei der Verwendung von Sekundärkunststoffen. (koordiniert vom Wuppertal Institut)
  3. Regionaler Stakeholder-Workshop zur Spezifikation von Schlüsselanforderungen zu Qualitätskriterien für Sekundärkunststoffe und zur Identifikation neuer Geschäftsmodelle für das regionale Kunststoffrecycling (koordiniert durch die Greencycle GmbH)
  4. Zusammenfassen und Veröffentlichung der Ergebnisse inkl. erarbeiten von Zukunftsoptionen für ein zirkuläres Kunststoffsystem (koordiniert vom Wuppertal Institut)