eCircular

Beschleunigte Dematerialisierung der Kunststoffnachfrage und Kreislaufführung in Plastik-basierten Materialsystemen

  • Projekt-Nr.451507
  • Laufzeit 03/2018 - 12/2018

Weniger als 40 Prozent des genutzten Plastiks wird heutzutage recycelt. Um zu vermeiden, dass Kunststoffe "downgecycled", verbrannt oder deponiert werden, muss die Wertschöpfungskette von Kunststoff erheblich verändert werden. Der Fokus des Projekts liegt auf der Prävention von Plastikmüll mithilfe digitaler Technologien, wie beispielsweise Blockchain. Auf diese Weise trägt es zum übergreifenden Ziel einer europaweiten emmisionsfreien Materialproduktion bis 2050 bei. Hierbei fungiert "eCircular" als Vermittler zwischen Wissenschaft, Industrie, öffentlicher Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern auf europäischer Ebene, um den gemeinsamen Weg zu einer dematerialisierten Kreislaufwirtschaft zu ebnen. Das Projekt "eCircular" ist eine Initiative von Climate-KIC, einer der größten privat-öffentlichen Innovationspartnerschaften zum Klimaschutz in Europa. Zur Überwindung der, von der Europäischen Kommission geäußerten, Hindernisse eines CO2-neutralen Materialsystems, wurden im Rahmen des Projekts sechs Hebel identifiziert:

  • Verwendung von digitalen Systemen, um Informationen über Material und Rückverfolgbarkeit zu sammeln und die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen zu erhöhen
  • Entwurf neuer Industriestandards und Vorschriften zur Förderung der Recyclingfähigkeit, des Ökodesigns und der öffentlichen Beschaffung von Second-Life-Produkten sowie zur Verringerung der Nachfrage nach Kunststoffen
  • Förderung von Ökodesign und Maßnahmen zur Überwindung von Hindernissen im Zusammenhang mit Produktionsprozessen, Gewohnheiten, mangelndem Dialog und der Notwendigkeit von Definitionen und Standards
  • Informationen, Fähigkeiten und Verhalten: Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den Wertschöpfungsketten sowie zwischen verschiedenen Akteuren in der Wertschöpfungskette von Kunststoff, durch Schaffung einer gemeinsamen Plattform für die Erarbeitung von Standards
  • Fähigkeiten und Verhalten: Ermöglichung des Wissens- und Erfahrungsaustauschs, um Kompetenzen in der Kreislaufwirtschaft und dem dematerialisierten Kunststoffsystem zu schaffen, damit letztlich eine Verhaltensänderung herbeigeführt wird
  • Einführung neuer Geschäftsmodelle zur Überwindung der niedrigen Preise für Neuware und Schaffung von Anreizen zur Verbesserung der Zirkularität und Dematerialisierung

Das Wuppertal Institut ist Kernpartner des Flagships und übernimmt die Leitung der Arbeitspakete "Innovation Accelerator" und "Netzwerkentwicklung". Zu den wesentlichen Aufgaben gehören hierbei der Aufbau eines Stakeholder-Netzwerks sowie die Förderung von Innovationsprojekten zur effizienteren Nutzung von Plastik.