Energy-Water Nexus Iran

Bewusstseinsbildende Maßnahmen zum Energie-Wasser-Nexus im Iran

  • Projekt-Nr.151474
  • Laufzeit 04/2018 - 11/2018

Die Themenfelder Wasser und Energie sind eng miteinander verknüpft. Wasser wird in allen Stufen der Energieerzeugung benötigt und Energie ist wesentlich für die Bereitstellung von Wasser. Diese komplexen Verflechtungen zwischen Wasser und Energie sind Teil des sogenannten Wasser-Energie-Nexus.

Insbesondere in Regionen, die von Wasserstress betroffen sind, kann der steigende Energiebedarf dazu beitragen die Wasserknappheit zu verstärken. Gleichzeitig kann der Energiesektor selbst durch unzureichende Wasserverfügbarkeit negativ betroffen sein. Die abnehmende Verfügbarkeit von Grund- und Oberflächenwasser fördert zudem die vermehrte Anwendung energieintensiver Entsalzungs- und Wasserwiederverwendungstechnologien, insbesondere in den trockenen Gebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas (Middle East and North Africa, kurz MENA).

Dies ist auch in der Islamischen Republik Iran der Fall. Der Iran ist zunehmend von Wasserknappheit betroffen, welche teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen ist, aber auch durch die wachsende Wassernachfrage in den Bereichen Landwirtschaft, Handel und Haushalten bedingt wird. Während der Energiebedarf steigt, könnte die Verknappung der Wasserressourcen die fossile Energieindustrie und den Betrieb von Elektrizitätskraftwerken beeinträchtigen und dadurch die Energiesicherheit und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes gefährden.

Die aus dem Wasserstress resultierenden Risiken für die Energiesicherheit im Allgemeinen und den Elektrizitätssektor im Besonderen sind bisher kaum untersucht worden. Im geplanten Dialogformat soll die Relevanz des Wasser-Energie-Nexus für den Stromsektor im Iran erörtert werden. Im Austausch mit iranischen Energie-, Wasser- und Landwirtschaftsexperten werden die aktuelle Situation und die zukünftigen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Wasser-Energie-Nexus diskutiert sowie Forschungsbedarf und Optionen für die wissenschaftlichen Austausch identifiziert.