MatEffÖko

Methoden und Normen zur Stärkung der Materialeffizienz unter der Ökodesign-Richtlinie

  • Projekt-Nr.351377
  • Laufzeit 08/2017 - 05/2020

Ziel des Projekts MatEffOkö ist es, die Materialeffizienz von energieverbrauchsrelevanten Produkten zu steigern. Damit das gelingt, sollen Aspekte der Materialeffizienz bereits in die Anforderungen an das Produktdesign einfließen und auch bei der Produktkennzeichnung stärker berücksichtigt werden. Dabei liegt der Fokus auf Produkten, die unter die Ökodesign-Richtlinie und vergleichbare produktpolitische Instrumenten fallen.

Die MatEffÖko-Expertinnen und -Experten wirken auf europäischer Ebene im Rahmen des Normungsmandats M/543 in folgenden Arbeitsgruppen (Working Groups, WG) des CEN-CENELEC TC10 mit: WG 2 "Haltbarkeit", WG 3 "Aufrüstbarkeit und Wiederverwendung", WG 5 "Recyclingfähigkeit, Verwertbarkeit, Einsatz rezyklierter Materialien".

Auf nationaler Ebene sind sie innerhalb des DIN-Gemeinschaftsarbeitsausschuss NAGUS/DKE: Ökodesign, insbesondere Materialeffizienz von energieverbrauchsrelevanten Produkten (NA 172-00-14 GA) eingebunden. Aufbauend auf bestehende Ansätze entwickeln die Forschenden für die beiden Produktgruppen Trockner und Drucker eine Matrix zur Reparierbarkeit (Indikatoren, Skala), orientiert sich an Arbeiten des Joint Research Centre (JRC). Dabei untersuchen sie, ob ein solches System produktgruppenübergreifend oder -spezifisch angewendet werden kann.

In zwei Fallstudien beiden Produktgruppen erarbeiten sie sowohl die in den Normen entwickelten methodischen Grundlagen und überprüfen  die Reparierbarkeitsmatrix auf ihre Praxistauglichkeit. Anschließend machen sie Vorschläge, wie sich produktpolitische Instrumente verbessern lassen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Handlungsempfehlungen zur Fortschreibung des Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) und des Abfallvermeidungsprogramms (AVP) ein.

Das Projekt wird unter Leitung des Wuppertal Instituts zusammen mit dem Beratungsunternehmen Dr. Brüning Engineering bearbeitet, das in den Normungsgremien vertreten ist.