SDE 21

Solar Decathlon Europe 21 Goes Urban

  • Projekt-Nr.451728
  • Laufzeit 05/2019 - 10/2022

Hochschulen aus der ganzen Welt und deren engagierte Studierende beteiligen sich seit Jahren an dem als Solar Decathlon bekannten Gebäude-Energiewettbewerb. Nach seinem Start in den USA 2002 fand der solare Zehnkampf mittlerweile 13 Mal rund um den Globus statt, zuletzt in Dubai im November 2018. Auch deutsche Hochschulen nahmen bereits mehrfach erfolgreich teil.
Seit 2010 gibt es diesen Wettbewerb mit dem Fokus auf solare Plusenergiehäuser auch in Europa, zuletzt in Frankreich 2014. 2019 kommt er nach Ungarn, 2021 wird der Solar Decathlon Europe – kurz SDE – erstmals in Deutschland mit einem urbanen Profil stattfinden.

Deutschland setzt sich seit langem für eine inhaltliche Weiterentwicklung des Wettbewerbsformats ein und leitet dazu auch eine Arbeitsgruppe im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA). Vor diesem Hintergrund hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im vergangenen Jahr einen Ideenwettbewerb im Rahmen seiner Förderinitiative "EnEff.Gebäude.2050" ausgelobt und Vorschläge für einen Gebäude-Energiewettbewerb in Deutschland erhalten. Das Team der Bergischen Universität Wuppertal, der Stadt Wuppertal, des Wuppertal Instituts und der Initiative Utopiastadt wurde dabei mit ihrem Vorschlag "Solar Decathlon goes Urban" mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Dies war die Grundlage für die deutsche Bewerbung als Austragungsort des nächsten Solar Decathlon beim europäischen "Call for Cities" durch die Energy Endeavour Foundation.

Der internationale studentische Innovationswettbewerb SDE für Gebäude hat erstmals ein neues "urbanes" Profil und findet mitten in Wuppertal statt. Im Fokus des solaren Zehnkampfes steht daher die Energiewende im Quartier und die Weiterentwicklung des urbanen Gebäudebestands. Da Bestandsgebäude auch den Schwerpunkt der architektonischen und bauwirtschaftlichen Tätigkeiten in Deutschland und Europa ausmachen, geht es beim Wettbewerb vor allem um das Umbauen, Anbauen, Aufstocken und darum Baulücken zu schließen – stets mit Blick auf Ressourceneffizienz, Suffizienz, Klimaschutz und recyclinggerechtes Bauen.

Das charakteristische Mirker Quartier in Wuppertal samt seiner Nachbarschaft bildet den Kontext der Aufgabe. Der Solar Decathlon Europe ist somit Teil eines breit angelegten Reallabors. Wuppertal ist eine Transformationsstadt, in der der Wandel zur Nachhaltigkeit einen zentralen Platz einnimmt. Eingerahmt durch die Metropolregion Rhein-Ruhr, repräsentiert Wuppertal den Typ Stadt, in dem auch in ganz Europa die meisten Menschen leben. Die Studierenden erarbeiten in Teams lebensnahe Lösungen, die einen zentralen Beitrag auf dem Weg zur ressourceneffizienten und klimaneutralen Stadt leisten sollen. Dieser erste urbane Solar Decathlon fördert die Studierenden, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen und diesen Weg gemeinsam mit der Industrie zu gestalten.

Das Wuppertal Institut beteiligt sich innerhalb des Projekts an folgenden Arbeitspaketen:

  • Architektonische und nachhaltig-suffiziente Gestaltung und Umsetzung; Integration der Gebäudetechnik und deren Verhältnismäßigkeit, Entwicklung digitaler von Mess- und Nachweiskonzepte: Inhalte sind recyclingfähiges Bauen, Wohnen und Arbeiten und die lebenszyklusweite Bewertung der Demonstratoren durch Lebenszyklusanalysen (LCA)
  • Reallabor, Empowerment und Bildung: Im Zentrum dieses Arbeitspakets steht der Reallabor-Prozess im Mirker Quartier in Wuppertal sowie umfassende Empowerment und gezielte Bildungsformate an Schulen, in der Nachbarschaft, Handwerks- und Ausbildungsbetrieben und Haushalten

Gefördert von BMWi
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