PuR

Mit PreCycling zu mehr Ressourceneffizienz: Systemische Lösungen der Verpackungsvermeidung

  • Projekt-Nr.351743
  • Laufzeit 05/2019 - 04/2024

Kein Land in Europa verursacht mehr Verpackungsabfall als Deutschland – im Jahr 2016 erreichte das Aufkommen einen Spitzenwert von 18,6 Millionen Tonnen. Die Menge an Verpackungsmüll hat sich allein bei Kunststoffverpackungen gegenüber dem Jahr 1995 fast verdoppelt. Die Höhe und die Zunahme des Aufkommens von Verkaufsverpackungen sind Ausdruck veränderter Konsummuster. Das hängt damit zusammen, dass Verpackungen heute immer mehr Funktionen zugewiesen werden, wie etwa Marketing, Logistik und Portionierung. Entsprechend komplex sind die Akteurskonstellationen und die einhergehenden Interessen. Um bestehende Pfadabhängigkeiten zu überwinden, braucht es daher einen systemischen Blick auf Verpackungsvermeidung und eine Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren.

Hier setzt die Nachwuchsgruppe PuR an: Sie integriert verschiedene disziplinäre Perspektiven auf das Thema, um Ansatzpunkte für die Etablierung verpackungsarmer bzw. verpackungsfreier Praktiken zu identifizieren. Diese sollen letztendlich zur Einsparung natürlicher Ressourcen führen. Das Forschungsprojekt analysiert das Wechselspiel zwischen individuellen Faktoren, sozio-technischen Abhängigkeiten, politischen Rahmenbedingungen, ökonomischen Bedingungen und kulturellen Konsummustern anhand von drei Fallbeispielen aus dem Lebensmittel- und Drogeriesektor.

Die PuR-Nachwuchsgruppe setzt sich aus zwei Habilitations- und vier Promotionsvorhaben zusammen. Sie ist ein Kooperationsprojekt des Wuppertal Instituts und der Technischen Universität Berlin. Gefördert wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen" (FONA).

 


Gefördert von BMBF
Sozial-Ökologische Forschung
PUR