KWK-Pot-NRW

Potenzialstudie zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Nordrhein-Westfalen

  • Projekt-Nr.151926
  • Laufzeit 10/2019 - 10/2020

Das Ziel des Projektes "KWK-Pot-NRW" ist zunächst die Erfassung und räumliche Verortung des Kraft-Wärme-Kopplung(KWK)-Anlagenbestands und der Wärmenetze in Nordrhein-Westfalen (NRW). Dieser derzeitige Stand bildet die Basis für die Ermittlung von KWK-Potenzialen in drei Szenarien für den Betrachtungszeitraum bis 2050. Dazu bewerten die Forschenden die Chancen und Hemmnisse und Perspektiven der KWK im Rahmen des Energiewendeprozesses. In Kombination mit energiepolitischen Rahmenbedingungen können sie so Zielsysteme ableiten, welche die unterschiedlichen CO2-Reduktionsanforderungen in den Szenarien erfüllen. Die Berechnung des KWK-Potenzials erfolgt flächendeckend über eine Clusterung des Bundeslandes. Für die Potenzialermittlung stehen hochauflösende Wärmebedarfskarten von NRW zur Verfügung, welche im Rahmen des Projektes weiter verbessert werden sollen. Eine intensive Einbindung des Fachwissens relevanter Stakeholder – von Energie- und Gasversorgern, Verbänden und Industrie über Planer und Berater, Forschung und Hersteller – ist über zwei Workshops zur KWK in der allgemeinen Versorgung sowie zur KWK in der Industrie und durch regelmäßige Treffen mit einer Begleitgruppe gewährleistet. Die Projektergebnisse und deren Grundlagen stellt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) nach Projektende im Energieatlas NRW der interessierten Öffentlichkeit bereit.

Das Wuppertal Institut arbeitet in dem Projekt insbesondere an der Identifikation des Wärmebedarfs (Status quo und Fortschreibung) mit Fokus auf den Industriesektor. In diesem Zusammenhang ist unter anderem ein Industrie-KWK-Workshop geplant. Zudem analysieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Szenarien für NRW die Chancen und Hemmnisse der KWK und die Rolle synthetischer Brennstoffe unter den Rahmenbedingungen einer ambitionierten Klimaschutzpolitik.