EnEcCo

Die Energiewirtschaft im Rahmen der Energiewende: Wissenschaftliche Analyse zu wirtschaftlichen Fragen und Zukunftsperspektiven der Energiewirtschaft

  • Projekt-Nr.251482
  • Laufzeit 02/2018 - 08/2019

Im September 2010 hat die Bundesregierung das unter dem Namen "Energiewende" bekannte Energiekonzept beschlossen. Es sieht vor, die Energieversorgung bis 2050 überwiegend auf erneuerbare Energien umzustellen. Für den Stromsektor ist eine entsprechende Zielvorgabe von mindestens 80 Prozent gesetzlich verankert. Die Herausforderungen bei der Umsetzung sind vielfältig: Zum einen gilt es, die erneuerbaren Energien auszubauen und die Energieeffizienz zu steigern. Zum anderen müssen die Sektoren Wärme und Mobilität dekarbonisiert werden, wobei Strom auf Basis erneuerbarer Energien eine zentrale Rolle spielen wird. Um diese Ziele zu erreichen, muss insbesondere die etablierte Energiewirtschaft erhebliche Anstrengungen für eine Transformation unternehmen.

Die Folgen der Energiewende für die Energiewirtschaft sind schon jetzt deutlich spürbar: Der zunehmende Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien hat zu volatileren Preisen auf einem niedrigeren Preisniveau sowie zu weniger Einsatzzeiten und damit auch zu geringeren Erlösmöglichkeiten konventioneller Kraftwerke geführt. Politische Entwicklungen und strategische Fehlentscheidungen führten in der Konsequenz zu hohen Abschreibungen und Verlusten, welche zunehmend die Bilanzen vieler "konventioneller Stromerzeuger" belasten. Für sie hat sich die Wettbewerbssituation insgesamt deutlich verschlechtert, was bereits erhebliche Umstrukturierungen in der Konzernlandschaft nach sich gezogen hat.

Ziel des Projektes EnEcCo ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die wirtschaftliche Situation sowie die Entwicklungsperspektive der Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland zu gewinnen. Hauptauftragnehmer ist das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY). Zusammen mit dem Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) analysiert es, welche Auswirkungen marktliche, betriebliche sowie regulatorische Einflussfaktoren und Abhängigkeiten auf die Energiewirtschaft haben. Das Wuppertal Institut hat die Aufgabe, daraus Ideen für wirtschaftliche Zukunftsperspektiven der Energieversorgungsunternehmen abzuleiten.