Energie- effizienz

Ohne Energie läuft nichts. Wir benötigen Energie, um mobil zu sein, um es warm und hell zu haben, um Essen und Getränke bereiten, Dienstleistungen erbringen und Produkte herstellen zu können.

Wie viel Energie wir dafür brauchen, hängt aber von der Intelligenz und Effizienz ab, mit der wir sie nutzen. Die Möglichkeiten, die wir hierzu haben, sind u. a. durch die vorhandenen Infrastrukturen, durch Wettbewerbsanforderungen und den politisch-administrativen Ordnungsrahmen, Flexibilisierungs- und versorgungsökonomische Anforderungen mitbestimmt.

Energieeffizienzhaus Plus
Skulptur vor dem Energieeffizienzhaus Plus in Berlin. Große Einsparpotenziale liegen insbesondere im Gebäudebereich. Eine internationale Internet-Plattform mit Anwendungen und Politiken dafür bietet BigEE: bigee.net. Foto: Malte Jaeger / laif

Energieeinsparungen bzw. Steigerungen der Energieeffizienz können an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette erzielt werden:

  • Auf der Energienachfrageseite durch intelligente Verwendung von Energie ohne Abstriche am gewünschten Energie- und Mobilitätsnutzen (Energiesparen durch gesteigerte Endenergieeffizienz) oder durch Wechsel zu einem Energieträger, der weniger Primärenergie benötigt (Energiesparen durch Substitution). Energieeinsparungen können auch durch weniger oder andere Energie- und Mobilitätsnutzen erreicht werden: dies ist Energiesuffizienz, oft auch in Kombination mit Energieeffizienz. Die Analyse der Politik für Energieeffizienz und Energiesuffizienz auf der Nachfrageseite ist ein Arbeitsschwerpunkt der Forschungsgruppe Politikstrategien und Governance.
  • Bei der Energiebereitstellung: Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung, effiziente Kraftwerke. Mit diesen Themen beschäftigt sich vor allem die Forschungsgruppe Systeme und Infrastrukturen.
  • Bei der Energieübertragung und -verteilung, z. B. mit Hilfe energieeffizienter Transformatoren, durch Rückbau oder – in Wärmenetzen – Isolierung von Leitungen sowie Systemoptimierung.

In allen Bereichen liegen große Innovationspotenziale und Marktchancen. Diese können mit Unterstützung geeigneter Politiken und Maßnahmen erschlossen werden. Vor allem zu Energieeffizienz auf der Nachfrageseite forscht das Wuppertal Institut und berät Regierungen wissenschaftlich. So in EU-Projekten wie "Energy Efficiency Watch", in dem die Fortschritte der Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie und beim Erreichen des Ziels von 1,5 % Energieeinsparung pro Jahr analysiert werden. Im EU-Projekt "COMBI" erarbeitet ein Konsortium von Instituten unter Federführung des Wuppertal Instituts bis 2018 eine umfassende Datenbasis zu den vielfältigen Nutzen der Energieeffizienz. Andere Projekte beschäftigen sich vor allem mit der Analyse von Politikpaketen und -instrumenten für Energieeffizienz in Gebäuden und bei Geräten.

Kontakt

Dr. Stefan Thomas

Tel.: +49 202 2492-143

Fax: +49 202 2492-250

stefan.thomas@wupperinst.org

Maike Venjakob

Tel.: +49 202 2492-261

Fax: +49 202 2492-250

maike.venjakob@wupperinst.org

Projekte

Hier finden Sie Forschungsaktivitäten im Bereich Energieeffizienz.