Anwendung des Phasenmodells für eine nachhaltige Energiesystem-Transformation in Algerien

Länderstudie Algerien veröffentlicht

  • News 26.10.2021

Der Nahe Osten und Nordafrika (Middle East and North Africa, MENA) spielt eine zentrale Rolle in der globalen Energiewende, da die Region über ein reiches Potenzial an erneuerbaren Energien verfügt. Gleichzeitig sind viele Länder in der Region aber auch wichtige Öl- und Gasproduzenten. Dies gilt auch für Algerien, wo die Förderung von Erdöl und Erdgas eine wichtige Aufgabe in der Wirtschaft und Gesellschaft einnimmt. Die in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und einem lokalen Forscherteam erstellte Studie "Sustainable transformation of Algeria's energy system" von Sibel Raquel Ersoy und Dr. Julia C. Terrapon-Pfaff aus dem Forschungsbereich Energiewende International am Wuppertal Institut, analysiert vor diesem Hintergrund den Transformationsprozess hin zu einem auf erneuerbaren Energien beruhenden Energiesystem in Algerien.

Die Analyse baut auf dem vom Wuppertal Institut entwickelten Phasenmodell für die Energiewende in den MENA-Ländern auf. Das Modell strukturiert den komplexen Transformationsprozess durch eine Reihe von aufeinanderfolgenden Phasen, und zielt darauf ab eine Grundlage für die Entwicklung von Strategien für einen Übergang zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem in den MENA-Ländern zu schaffen. Die Analyse zeigt, dass Algerien bereits erste Schritte in Richtung Energiewende unternommen hat und in der ersten Phase ("Take-Off Renewables") des Energietransformationsmodells eingestuft werden kann. Fossile Energieträger spielen im algerischen Energiesektor und in der Wirtschaft insgesamt jedoch noch eine dominierende Rolle. Daher müssen notwendige Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien geschaffen werden, um die Beteiligung des Privatsektors und Investitionen zu fördern, betonen die Autorinnen. Die Ergebnisse der Analyse entlang des Phasenmodells sollen die Diskussion über das künftige Energiesystem Algeriens anregen, indem sie eine übergreifende Vision für die Energiewende liefern und somit die Entwicklung konsistenter politischer Strategien unterstützen.

Die Studie ist auf der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in englischer, französischer und arabischer Sprache im nachfolgenden Link verfügbar.


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