Circular.NiederRhein

Zirkuläre Bauwirtschaft und Logistik in der Region Niederrhein

  • Projekt-Nr. 353689
  • Laufzeit 01/2026 - 12/2028

Im Bausektor entstehen enorme Materialströme aus Sanierungs-, Umbau- und Rückbaumaßnahmen. Gleichzeitig werden Sekundärrohstoffe bislang noch zu wenig genutzt, um die bestehenden Potenziale für ökologische Entlastung, regionale Wertschöpfung und Resilienz zu heben. Hier setzt das Projekt Circular.NiederRhein an: In der Stadt Duisburg sowie den Kreisen Kleve und Wesel werden zirkuläre Praktiken in der Bau- und Logistikwirtschaft gestärkt und der Transfer in die betriebliche Umsetzung beschleunigt.

Zentrales Ziel des Projekts ist, Rohstoffe aus Renovierungs- und Abbrucharbeiten effizient in Materialkreisläufen zu halten – und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Bauwirtschaft zu befähigen, zirkuläre Geschäftsmodelle und Prozesse in ihre betrieblichen Abläufe zu integrieren. Dazu sollen zum einen Hemmnisse abgebaut werden, etwa fehlende Transparenz über verfügbare Materialien, Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftlichkeit oder mangelnde Erfahrung mit Logistik und Zwischenlagerung. Zum anderen entwickelt das Projektteam handhabbare Werkzeuge für KMUs, um Kreislaufwirtschaft praxisnah im Bau- und Logistiksektor umzusetzen. 

Inhaltliche Schwerpunkte von Circular.NiederRhein sind unter anderem:

  • die Analyse der Bausubstanz im regionalen Gebäudebestand als Wissensbasis
  • die Entwicklung praxisnaher Ansätze für den selektiven Rückbau
  • die Ausarbeitung von Kosten- und Nutzenperspektiven
  • die Entwicklung digitaler Tools zur Materialflusssteuerung
  • die Spezifizierung von Anforderungen an Logistik- und (Zwischen-)Lagerflächen

Eine praxisorientierte Dokumentation der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sowie Ansätze zur Verstetigung der neuen Prozesse sichern die Anschlussfähigkeit über die Projektlaufzeit hinaus.

Das Projekt Circular.NiederRhein verbindet wissenschaftliche Analyse mit umsetzungsnaher Entwicklung und Erprobung: Die Forschenden erheben die Bedarfe der regionalen Akteur*innen und überführen sie in praxisorientierte Formate. Ergänzend untersucht das Projektteam digitale Tracking- und Monitoringsysteme sowie Bewertungsansätze zur Wirtschaftlichkeit und operationalisiert sie für die Region. Ein grenzüberschreitender Best-Practice-Austausch mit den Niederlanden ergänzt die Arbeiten und stärkt den Wissenstransfer und die Lernkurven. 

Das Wuppertal Institut verantwortet insbesondere den Aufbau und die Vermittlung fachlicher Grundlagen und Qualifizierungsformate, Beiträge zur Ausgestaltung von Konzepten für Logistik und (Zwischen-)Lagerung als zentrale Elemente zirkulärer Bauprozesse sowie die projektweite Evaluation, inklusive Wirksamkeitsprüfung und Ableitung von Empfehlungen für Transfer und Verstetigung. 

Gefördert wird das Vorhaben im EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 im Rahmen des Aufrufs "Regio.NRW – Transformation".


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