RessourcenKultur

Untersuchung von Innovationen für Ressourceneffizienz und Vertrauenskulturen in KMU als Beitrag für die nachhaltige Entwicklung

  • Projekt-Nr.3432
  • Laufzeit 09/2009 - 04/2013

Was zeichnet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus, die erfolgreich ressourceneffizient wirtschaften und Innovationen hervorbringen?
Diese Frage will das Verbundprojekt "RessourcenKultur" im Rahmen des Förderprogramms "Arbeiten, Lernen, Kompetenzen entwickeln - Innovationsfähigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt" des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beantworten.
Die zentrale Forschungshypothese im Projekt RessourcenKultur lautet, dass in Unternehmen, die sich an Ressourceneffizienz orientieren und diese erfolgreich praktizieren, eine Vertrauenskultur einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, Innovationsprozesse zu stärken oder überhaupt erst zu ermöglichen.

Um die Wechselwirkungen zwischen Vertrauenskultur und Innovationen für Ressourceneffizienz zu untersuchen, arbeitet das Projekt eng mit folgenden Praxispartnern zusammen:

  • ca. 15-20 Unternehmen, ihre Beschäftigten sowie ihre Ressourceneffizienzberater/-innen - hier insbesondere im Rahmen der empirischen Feldforschung;
  • Effizienz Agentur NRW (EFA) und die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) als Ansprechpartner für KMU zum Thema Ressourceneffizienz.

Im Projekt RessourcenKultur sollen die relevanten Forschungsfragen durch folgende Aktivitäten bearbeitet werden bzw. die folgenden Ergebnisse und Produkte hervorbringen:

  • In einer "Landkarte" werden die Forschungsgrundlagen zu Vertrauenskulturen, Innovationen und Ressourceneffizienz in Unternehmen verzeichnet (Aufbereitung der Forschungsgrundlagen und Experten-Workshop).
  • Eine Umfrage bei Unternehmen und Berater(inne)n im Umfeld Ressourceneffizienz schafft einen Überblick über die relevanten Aspekte für die Feldforschung.
  • Durch Feldforschung bei 15-20 Unternehmen wird der komplexe Zusammenhang zwischen Vertrauenskultur und Ressourceneffizienz analysiert (Experteninterviews mit Entscheidungsträger(inne)n, Beratern(inne)n und Workshopreihe mit Beschäftigten).
  • Zur Strategie- und Instrumentenentwicklung werden Reflektions- und Strategie-Workshops mit teilnehmenden Unternehmen, Beschäftigten und Berater(inne)n durchgeführt.
  • Die Ergebnisse der Strategie- und Instrumentenentwicklung werden als Handreichung für Unternehmen aufbereitet ("Handlungsoptionen für eine nachhaltige Vertrauenskultur für Ressourceneffizienzinnovationen in KMU") - als Online- und Print-Version.
  • Eine Good-Practice-Sammlung mit Fallstudien aus den beteiligten Unternehmen veranschaulicht die Erkenntnisse.
  • Unternehmen wird ein "Instrumentenkoffer RessourcenKultur" an die Hand gegeben, der in der betrieblichen Praxis genutzt werden kann.
  • Das Qualifizierungsmodul "RessourcenKultur" für Unternehmen und Berater/-innen stellt Lehr-/Lernmaterialien zur Verfügung und wird im Rahmen des Projekts pilotiert.
  • Auf einer Konferenz werden die unterschiedlichen thematischen Zugänge zum Forschungsgegenstand dargestellt. Die Beiträge der Konferenz werden in der Buchpublikation "Vertrauenskultur - Innovation - Ressourceneffizienz" zusammengefasst.
  • Ein Buch fasst abschließend die Projektergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit zusammen.

Das Projekt richtet sich mit seinen Aktivitäten und Produkten vor allem an folgende Zielgruppen:

  • kleine und mittlere Unternehmen
  • Ressourceneffizienzberater/-innen
  • Forschungseinrichtungen
  • Intermediäre Einrichtungen (Verbände, Netzwerke etc.)

Das Wuppertal Institut bringt seine Kompetenzen auf den Gebieten von Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Bildung für Nachhaltigkeit in das Projekt ein. Es wird schwerpunktmäßig bei der Aufbereitung der Forschungsgrundlagen ("Landkarte"), der Strategie- und Instrumentenentwicklung und der Entwicklung des abgeleiteten Qualifizierungskonzepts tätig sein.
Das Forschungszentrum Nachhaltigkeit der Universität Bremen, artec, wird seine Expertise insbesondere im Bereich betrieblicher Vertrauenskultur und empirischer Sozialforschung einbringen.

Im Projektverlauf werden die aktuellen Ergebnisse durch Newsletter, die Projektwebsite, Publikationen und Veranstaltungen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.


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