CCS-Chancen

Chancen für und Grenzen der Akzeptanz von CCS in Deutschland

  • Projekt-Nr.3151
  • Laufzeit 10/2012 - 09/2014

Schwerpunkt des Projektes ist die Akzeptanz der Nutzung des unterirdischen Raumes zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (kurz CCS, aus dem internationalen Sprachgebrauch Carbon Capture and Storage).

Die Planung und Durchführung von Projekten zur geologischen CO2-Speicherung in Deutschland wurde in der Vergangenheit häufig von massiven Widerständen in der Bevölkerung begleitet. Diese Widerstände blieben nicht ohne Auswirkungen auf die politischen Entscheidungsträger(innen) und führten dazu, dass Speicherprojekte nicht über die Planungsphase hinauskamen (z. B. Projekt COAST in Schleswig-Holstein) oder keine CO2-Speicherung stattfinden konnte (z. B. Projekt CLEAN in Sachsen-Anhalt). Dem gegenüber steht der Forschungsstandort Ketzin in Brandenburg (Projekt CO2MAN), in dem seit dem Jahr 2008 Kohlendioxid im Untergrund gespeichert wird, ohne das nennenswerten Bürgerproteste zu verzeichnen wären.

Es sind bereits verschiedene Projekte zu Fragestellungen der gesellschaftlichen Akzeptanz der sog. CCS-Technologie durchgeführt worden. Dabei wurde festgestellt, dass das Wissen über CCS in der deutschen Bevölkerung begrenzt ist, was eine zuverlässige Abschätzung der Akzeptanz von CCS erschwert. Die regional sehr unterschiedliche Reaktion auf geplante Speicherprojekte oder Fragestellungen zur marinen CO2-Speicherung waren bisher nicht Gegenstand von Untersuchungen.

Ziel des gesamten Verbundprojekts CCS-Chancen ist es, die Chancen und Grenzen für die Akzeptanz von CCS in Deutschland zu evaluieren. Dies soll auf Basis von Daten bereits durchgeführter Projekte und mit Hilfe neuer Forschungsansätze erfolgen, um noch bestehende Lücken in der Akzeptanzforschung zu schließen. Hierfür sind Untersuchungen zur unterschiedlichen öffentlichen Wahrnehmung konkreter CO2-Speicherprojekte sowie zur Akzeptanz verschiedener Speicheroptionen (Festland, Meeresboden) und CO2-Quellen geplant. Weiterhin sind eine Analyse akzeptanzauslösender- und akzeptanzbehindernder Faktoren sowie eine Bewertung partizipativer Verfahren beabsichtigt.


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