Guthabenzahlung für Strom: Studie über den Breiteneinsatz von Prepaid-Zählern

  • Projekt-Nr.250791
  • Laufzeit 03/2016 - 08/2017

Zahlreiche einkommensarme Haushalte in Deutschland und diejenigen, die nahe der Armutsgrenze leben, leiden unter den steigenden Stromkosten der vergangenen Jahre. Dadurch hat die Anzahl von Stromsperren deutlich zugenommen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2015 insgesamt knapp 359.000 Unterbrechungen der Stromversorgung aufgrund von Zahlungsrückständen durch die Energieunternehmen veranlasst. Um solche Stromsperren zu vermeiden, bieten immer mehr Versorgungsunternehmen ihren Kunden einen Prepaidzähler an. Gemäß dem Prinzip des Prepaid-Handys wird Guthaben aufgeladen, das für den Stromverbrauch im Haushalt zur Verfügung steht.

Das Phänomen der Energiearmut in Deutschland ist relativ jung und damit die Anzahl der Prepaidzähler noch niedrig. Erfahrungen in diesem Zusammenhang sind daher rar. In diesem Projekt wurde erstmals eine wissenschaftliche Befragung von Haushalten mit Prepaidzählern in Deutschland durchgeführt und die Ergebnisse analysiert. Auch Erfahrungen aus anderen Ländern wurden gesammelt und eine Sondierung der technischen Systeme im In- und Ausland vorgenommen. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Prepaid-Zähler viele Vorteile haben und auch einen Anreiz zum Stromsparen liefern. Es gibt jedoch auch viele Nachteile: Vor allem fehlt es an einem Ordnungsrahmen, der Verbraucherinnen und Verbraucher vor zu hohen Gebühren schützt. Die Studie gibt daher auch zahlreiche Empfehlungen für Politik und Energieversorgungsunternehmen.


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