WANDEL

Wasserressourcen als bedeutsame Faktoren der Energiewende auf lokaler und globaler Ebene

  • Projekt-Nr.150821
  • Laufzeit 08/2017 - 07/2020

Wasser und Energie sind zentrale Themen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, gleichzeitig bestehen zwischen Wasser- und Energieversorgung vielfältige Verknüpfungen. Im Rahmen der geplanten Neuausrichtung der globalen Energieversorgung sollten daher mögliche Zielkonflikte und Synergien zwischen Wasserressourcen und Energieerzeugung untersucht werden.

Ziel des Projektes WANDEL ist die Erforschung, ob Einschränkungen in der Wasserverfügbarkeit die weltweite Energiewende beschleunigen oder verzögern kann. Diese beiden übergreifenden Forschungsfragen werden auf regionaler Ebene und auf globaler Ebene untersucht. Koordiniert wird das Projekt vom Center for Environmental Systems Research (CESR) an der Universität Kassel.

Ziel des vom Wuppertal Institut durchgeführten Teilvorhabens ist auf regionaler Ebene, anhand einer Fallstudie zu solarthermischen Kraftwerken (CSP) in Marokko die lokalen Zusammenhänge zwischen Wasserressourcen und Energietechnologien zu untersuchen. Dazu wird der Wasserbedarf von CSP-Technologieoptionen in Beziehung zur Entwicklung der regionaler Wasserverfügbarkeit und -nachfrage im Drâa Valley (Marokko) unter besonderer Berücksichtigung sozio-ökonomischer Entwicklungspfade analysiert.

Auf globaler Ebene ist das Ziel von WANDEL den direkten und indirekten Wasserbedarf ausgewählter Energietechnologien in Beziehung zu den verfügbaren Wasserressourcen zu setzen. Das Wuppertal Institut wird im Rahmen dieser Untersuchungen als ersten Schritt eine Metaanalyse von Energieszenarien durchführen, um festzustellen in welchen Regionen ausgewählte Technologien verbreitet sind bzw. zukünftig ausgebaut werden sollen. In einem zweitem Schritt werden nachfrageseitige Wasserszenarien erstellt, indem die Kapazitäten der betrachteten Technologien zunächst mit deren direkten Wasserverbräuchen gekoppelt werden, sodass der Verbrauch räumlich und zeitlich verortet werden kann.

Das Projekt wird innerhalb der GROW-Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.