DiNa

Transformationsroadmap Digitalisierung und Nachhaltigkeit: die Digitalisierung für die sozial-ökologische Transformation nutzen

  • Projekt-Nr.352021
  • Laufzeit 05/2020 - 04/2023

Der Umgang mit und die Gestaltung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) sind Kernaufgaben für eine sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – insbesondere da die Wirkungen der Digitalisierung auf Nachhaltigkeit ambivalent sind. Das wird zum Beispiel deutlich bei den Potenzialen von digitalen Lösungen zur Energieeffizienz im Kontrast zum Energieverbrauch der digitalen Geräte und Infrastrukturen selbst. Angesichts dieser Bedeutung und Tragweite besteht großer Bedarf, vorhandene Forschungslücken zu schließen und die Umweltpolitik wissenschaftlich zu begleiten, problem- und themenspezifisch zu stärken und umsetzungsorientiert auszurichten.

Das Projekt "Transformationsroadmap Digitalisierung und Nachhaltigkeit" leistet hier einen inhaltlich und konzeptionell innovativen Beitrag zu den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten einer nachhaltigen Digitalisierung. Auf Basis der Auswertung der aktuellen Forschungen und Diskussionen zum Spannungsverhältnis von Digitalisierung und Nachhaltigkeit identifizieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dafür neue Fragestellungen, Wechselwirkungen und Handlungsfelder. Sie untersuchen, welche Einflussgrößen, Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung entscheidend sind und wie diese für politisches Handeln genutzt werden können.

Die Forschenden können auf diese Weise Themen berücksichtigen, die politische Debatten und aktuelle Strategien – etwa zur Industrie 4.0, zur Digitalisierung im Verkehr oder Smart Cities – (noch) nicht abdecken. Durch den inter- und transdisziplinären Ansatz des Projekts "Transformationsroadmap Digitalisierung und Nachhaltigkeit" nehmen sie bislang unberücksichtigte Wechselwirkungen und Interdependenzen zum Beispiel bei Datengovernance, ökonomischen Instrumenten oder Gestaltung der Plattformökonomie gezielt in den Blick und untersuchen neue Horizonte von sich gerade erst herausbildenden Entwicklungen und Perspektiven – beispielsweise für neue Kooperationsmodelle und datenbasierte Beziehungen von Unternehmen innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken.

Für die Erarbeitung der Transformationsroadmap binden die Projektbeteiligten relevante Stakeholder sowie Expertinnen und Experten mit ihren diversen Kompetenzen und Potenzialen gezielt mit ein. Leistungsfähige Formate der Akteurs- und Wissensintegration stellen die effektive und effiziente Beteiligung sicher. Es sind zudem Interaktionen sowohl mit explorativ-kollaborativem Charakter (Co-Creation), konkrete Wissensbeiträge wie auch konsultativ-kommentierende Beiträge geplant.

Hintergrund des Projektes DiNa ist die im März 2020 durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) vorgestellte und durch Mitwirken des Wuppertal Instituts erarbeitete "Umweltpolitische Digitalagenda".

Das Projekt wird gemeinsam vom IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Wuppertal Institut bearbeitet und über die gesamte Laufzeit in enger Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.