BioCouple

Kopplung der stofflich/energetischen Nutzung von Biomasse: Analyse und Bewertung der Konzepte und der Einbindung in bestehende Bereitstellungs- und Nutzungsszenarien

  • Projekt-Nr.3122
  • Laufzeit 05/2009 - 10/2010

Mit dem weiteren Ausbau der Bioenergie sind komplexe Fragen verbunden. Eine Entscheidung über präferierte Nutzungspfade ist von verschiedenen Faktoren abhängig zu machen. Die ausgewählten heutigen und zukünftigen Konversionstechniken sollten die größtmöglichste Effizienz aufweisen, die entsprechenden Stoffströme beherrschbar und steuerbar sein. Schließlich muss das resultierende Bio-Energiesystem einen insgesamt höheren Nutzen als das Vergleichssystem besitzen.
Grundsätzlich wird es dabei nicht ausreichen, einzelne Nutzungsrouten in sich zu optimieren. Mit Blick auf die vielfältigen Nebenprodukte und Nachnutzungen ist eine integrierte Bewertung von energetischen und stofflichen Nutzungen erforderlich, wie es im Konzept der Bioraffinerie explizit angelegt ist.
Ziel des Projekts ist es zu prüfen, inwieweit sich das Konzept eignet, Bioenergieträger, Energie und Stoffe/Materialen gekoppelt und effizient bereit zu stellen und wie es sich in vorhandene Energiesysteme optimal integrieren lässt.
Im Projekt werden folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Stoffstromanalyse: Erhebung von Daten zu ökologischen und ökonomischen Effekten der Produkte einer Bio-Raffinerie (Öko-Institut)
  • Analyse der Konversionstechniken: technisch-wirtschaftliche Untersuchung von bestehenden und zukünftigen Bioraffinerie-Konzepten (Fraunhofer UMSICHT)
  • Energiesystemanalyse: Abschätzung der klima- und energiepolitischen Auswirkungen sowie der Möglichkeiten zur Systemintegration (Wuppertal Institut)
  • Entwicklung einer Teilstrategie: Ableitung von Erfolgsfaktoren und Integration von Konzepten zur gekoppelten Nutzung in eine übergeordnete Biomassestrategie.