StratoClim

Analyse der Prozesse der Stratosphäre und oberen Troposphäre für bessere Klimaprognosen

  • Projekt-Nr.3273
  • Laufzeit 12/2013 - 03/2018

StratoClim soll dazu dienen, zuverlässige Prognosen über den Klimawandel und die Entwicklung des stratosphärischen Ozons zu liefern. Dies soll durch ein besseres Verständnis und eine verbesserte Darstellung der Prozesse in der oberen Troposphäre und der Stratosphäre erreicht werden. Die Forschung stützt sich dabei auf integrierte und übergreifende Beobachtungen zu zweckgebundenen Feldstudien, systemübergreifende Prozessmodellierungen, sowie auf globale Modellierungen von chemischen Klimamodellen und Ökosystemen-Modellen.

Bisher bilden die globalen Klimamodelle nicht die komplexen Interaktionen und Rückkopplungen zwischen natürlichen und anthropogenen Treibhausgasemissionen, Aerosolen und anderen Spurengasen, die atmosphärische Prozesse innerhalb der Oberen Troposphäre und der Stratosphäre (OTS) beeinflussen, ab. Auch die chemischen und mikrophysikalischen Prozesse, die wiederum Auswirklungen auf die Chemie und die Strahlung der OTS haben, werden aktuell noch nicht in globalen Klimamodellen abgebildet.

Die Ziele von StratoClim sind:
a) Das Verständnis der biophysikalischen, chemischen und dynamischen Prozesse, die die Zusammensetzung der OTS beeinflussen, zu verbessern. Dazu gehören die Bildung, Auflösung und die Umverteilung von Aerosolen, Ozon und Wasserdampf. Das Verständnis darüber, wie diese Prozesse durch den Klimawandel verändert werden, zu fördern.
b) Die Zusammenhänge dieser Prozesse zu implementieren und ihre Rückkopplungen innerhalb des Systems OTS zwischen Aerosolen, Ozon und Oberflächenklima und deren Einfluss auf chemische Klimamodelle und Ökosystem-Modellen zu untersuchen.

StratoClim soll dabei helfen, neue Messwerte für Schlüsselregionen zu gewinnen:
1) In den Höhenlagen tropischer Regionen erforscht die Luft- und Raumfahrtforschung die innovative und flächendeckende Nutzlast;
2) in einer tropischen Station gibt es ein neuartiges System, Bodenanalysen und Messungen mit speziellen Sonden durchzuführen;
3) neue Satellitendaten sollen die Messungen unterstützen.

Verbesserte Klimamodelle dienen dazu, zuverlässigere Prognosen über das Oberflächenklima und das stratosphärische Ozon aufzustellen und somit neue Aussagen über den Schutz von Ökosystemen und dessen Erfolgschancen treffen zu können. Die sozioökomischen Auswirkungen des Klimawandels werden bewertet und wichtige Informationen an die politischen Entscheidungsträger kommuniziert. Dafür wurde ein Büro eingerichtet, das den Kontakt zu den relevanten Stakeholdern sowie die internationalen Kooperationen pflegt.

Das Wuppertal Institut wird die Untersuchung der sozioökonomischen Effekte hinsichtlich der Veränderungen des europäischen Klimas und des asiatischen Monsunklimas koordinieren und politische Handlungsempfehlungen formulieren.


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