Den Strukturwandel des Ruhrgebiets verstehen

  • Projekt-Nr. 150225
  • Laufzeit 08/2014 - 12/2015

Seit fünf Jahrzehnten erlebt das Ruhrgebiet einen starken Strukturwandel; die lokale Wirtschaft entwickelt sich von einer durch Kohle und Schwerindustrie geprägten hin zu einer diversifizierteren, nachhaltigeren Ökonomie. Mit ähnlichen Herausforderungen wie denen, die den Strukturwandel im Ruhrgebiet einleiteten, ist derzeit China konfrontiert. Faktoren wie starke Luftverschmutzung und sinkende Nachfrage nach Produkten der Stahlindustrie erfordern industrielle Umstrukturierungen. Daher sollen durch die verstärkte Entwicklung des Dienstleistungssektors Umweltverschmutzung, soziale Härten und Arbeitslosigkeit soweit wie möglich reduziert bzw. verhindert werden.

Im Rahmen des Projekts besuchten ausgewählte, in Peking ansässige Wissenschaftler und Politikberater NRW, um mehr über den Strukturwandel im Ruhrgebiet zur erfahren. Durch Interviews mit Experten, die den Strukturwandel hautnah beeinflusst und miterlebt haben, gewannen die Gäste einen Überblick über historische und aktuelle Entwicklungen. Ziel des Austausches war es herauszufinden, wie die chinesische Wirtschaft in der Region Beijing-Tianjin-Hebei von den im Ruhrgebiet gemachten Erfahrungen profitieren kann. Langfristig könnte ein regelmäßiger Wissensaustausch mit chinesischen Experten zu noch zu identifizierenden Unterthemen initiiert werden.

Das Projekt basiert auf einer Kooperation des Wuppertal Instituts mit dem Institute for Industrial Productivity (IIP), einer gemeinnützigen US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation mit Büros in China, Indien, den USA und Europa. Ziel des IIP ist es, durch Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und Regierungen die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen durch Industrieunternehmen zu beschleunigen.