SynErgie

Synchronisierte und Energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung

  • Projekt-Nr.150940
  • Laufzeit 09/2016 - 08/2019

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit den "Kopernikus-Projekten für die Energiewende" vier Schlüsselbereiche der Energiewende: die Entwicklung von Stromnetzen (ENSURE), die Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energieträger (P2X), die Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung (SynErgie) und das verbesserte Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems (ENavi). Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickeln gemeinsam technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems. Eine enge Einbindung der Industrie und die Ausrichtung der Projekte auf zehn Jahre sollen die Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlangenforschung hin zur Anwendung sicherstellen.

Das Projekt "Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung" (SynErgie) erweitert die Maßnahmen der deutschen Industrie zur Energieeffizienz hinsichtlich der Anforderungen einer energetischen Nachfrageflexibilität, sodass der Energiebedarf von Produktionsprozessen zukünftig besser mit dem fluktuierenden Angebot erneuerbarer Energie synchronisiert werden kann. Dies resultiert für Unternehmen in verbesserten Konditionen der Energiebeschaffung und erschließt für das Stromsystem zusätzliche, systemdienliche und kosteneffiziente Flexibilitätskapazitäten.

Das interdisziplinäre Konsortium von über 50 Partnern sowie 25 Assoziierten aus repräsentativen Industrieunternehmen, renommierten Forschungspartnern und zivilgesellschaftlichen Organisationen wird koordiniert von der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Stuttgart.

Die Forschungsgruppe Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen des Wuppertal Instituts bearbeitet im Rahmen der Analyse und Quantifizierung des Flexibilitätspotentzials die Hemmnisanalyse, die darstellt, warum sich ein technisches Potenzial – das sich aufgrund der sicherheitsrelevanten Anforderungen einer Produktionsanlage ergibt – nur zu einem gewissen Anteil in ein umsetzbares Potenzial überführen lässt. Wesentliche Einschränkungen sind dabei vor allem, dass es nicht zu Produktionsausfällen oder Verminderung der Produktqualität kommen darf, innerbetriebliche Abläufe gewährleistet werden sollen sowie regulatorische Rahmenbedingungen beachtet werden müssen. Daran schließt sich eine ökonomische Analyse an, da sich die Bereitstellung von Flexibilitäten für die Industrie auch finanziell lohnen muss.