CCS Global

Die globalen Perspektiven von Carbon Capture and Storage Technologies (CCS) in Schwellenländern

  • Projekt-Nr.2140
  • Laufzeit 10/2009 - 03/2012

Diese Studie untersucht im Rahmen einer integrierten Bewertung die globalen Perspektiven von CO2-Abtrennung und Lagerung (CCS) in Schwellenländern. Am Beispiel von Indien, China und Südafrika wird der zentralen Fragestellung nachgegangen, ob CCS in der Lage sein könnte, die CO2-Emissionen dieser Länder signifikant zu reduzieren. Die drei Länder wurden als Fallbeispiele gewählt, da sie große Kohlevorräte besitzen, ihre Energieversorgung zu einem großen Teil auf Kohle basiert und sie einen rapide steigenden Energieverbrauch verzeichnen. Im Vordergrund der Untersuchung stehen dabei die CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken, ergänzt um eine Grobanalyse industrieller Emissionen.
Die integrierte Bewertung deckt mehrere Untersuchungsdimensionen ab. Im Vordergrund steht die Abschätzung, wie viel Kohlendioxid in den drei untersuchten Ländern dauerhaft in potenziellen, geeigneten geologischen Formationen gelagert werden könnte. Hieran schließt sich für jedes Land eine ökonomische, ökologische und ressourcenstrategische Bewertung der CCS-basierten Kohleverstromung an. Weiterhin werden in einer Stakeholderanalyse treibende und bremsende Kräfte hinsichtlich einer Implementierung von CCS in den drei Schüsselländern identifiziert. Die Studie schließt mit einer Gesamtbewertung der potenziellen Rolle von CCS in Indien, China und Südafrika ab und gibt Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise. Die Studie leistet damit einen signifikanten Beitrag zur Einschätzung der internationalen Relevanz von CCS.
Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass ausgehend von den derzeit in den betrachteten Ländern verfügbaren Daten und dem bestehenden Sachstand eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt werden muss, bevor CCS eine nennenswerte Rolle hinsichtlich der CO2-Reduktion in Indien, China und Südafrika spielen könnte. Hierzu gehören die Passform von Speichermöglichkeiten in potenziellen CO2-Lagerstätten mit CO2-Verursachern auf Basis verlässlicher Daten (source-sink matching), ausreichende, nutzbare Kohlereserven, Wirtschaftlichkeit von CCS-Kraftwerken, Umweltanforderungen und öffentliche Unterstützung. Beurteilt man jede der untersuchten Dimensionen auf einer Skala von 1 (große Hürde für CCS) bis 5 (starker Anreiz für CCS), so kann sich in Abhängigkeit von der zukünftigen Entwicklung und der Sicherheit der zur Verfügung stehenden Daten sowohl für die Lagerstättenkapazität als auch für die Kosten eine Einschätzung innerhalb der gesamten Bandbreite ergeben. Die anderen Bewertungsdimensionen - Kohlereserven, Umweltanforderungen und Einstellung zu CCS - bewegen sich im Bereich 2 (schwache Hürde für CCS) bis 4 (schwacher Anreiz für CCS).