Analyse von Ansätzen der Alternativen Ökonomie: Nachhaltigkeitswirkungen und Handlungsbedarf für die Landespolitik NRW - Explorative Analyse

  • Projekt-Nr.3623, 150101, 250102
  • Laufzeit 12/2015 - 02/2017

Ob Sharing-, Prosumer-, Regional- oder Resilienzökonomie - es gibt eine Vielzahl von aktuellen Schlagwörtern und Praxisbeispielen, die sich unter dem Begriff einer "Alternativen Ökonomie" zusammenfassen lassen. Diese Vielfältigkeit der sich teilweise ähnlichen und teilweise konkurrierenden Ansätze macht das komplexe Konzept der Alternativen Ökonomie unklar und unübersichtlich. Ebenso gibt es – je nach Interpretation – große Überschneidungen zur sogenannten Green Economy, die sich oft auf technologische Effizienzstrategien konzentriert, um positive ökonomische sowie ökologische Wirkungen zu erzielen. Aus diesem Grund ist eine Systematisierung der bestehenden Ansätze sinnvoll. Sie lässt sich vornehmen bezüglich der Art und Weise der Andersartigkeit (Was macht die Ansätze eigentlich "alternativ"?), ihrer Überschneidungen mit der Green Economy (Welche Unterschiede gibt es zur klassischen Green Economy?) sowie ihrer potenziellen ökologischen Entlastung und ihrer Handlungserfordernisse für eine gestaltungsorientierte Landespolitik in NRW.

Gerade für ein Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, das als industrie- und bevölkerungsreichstes Bundesland Deutschlands einen Strukturwandel erfährt wie kaum ein anderes, bieten sich für Ansätze der Alternativen Ökonomie vielfältige Anknüpfungspunkte. Welche Potenziale und Wirkungen für ein Land wie NRW durch Ansätze der Alternativen Ökonomie entstehen und welche positiven und vielleicht auch negativen Wirkungen das mit sich brächte, soll in dieser Explorationsstudie untersucht werden.

Das Ziel dabei ist, ein grundsätzliches Verständnis für die unterschiedlichen Ansätze alternativer Ökonomien zu gewinnen. Dabei sollen diese Ansätze in den für die nachhaltige Entwicklung besonders relevanten Bedürfnisfeldern Mobilität, Ernährung und Wohnen/Energie vertiefend dargestellt und ihre Bedeutung für NRW eingeschätzt werden. Das Wuppertal Institut wird bei seiner Forschungsarbeit durch Dipl.-Volkswirt Ulrich Petschow vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in wirtschaftswissenschaftlicher Expertise unterstützt.

Förderer:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen