COP 21 RIPPLES

21. UN-Klimakonferenz (COP 21): Ergebnisse, Auswirkungen, Entwicklungspfade und Politikmaßnahmen für ein klimafreundliches Europa

  • Projekt-Nr. 250814
  • Laufzeit 11/2016 - 11/2019

Das Pariser Klimaabkommen (Paris Agreement) definiert den Kontext europäischer Klimapolitik neu. Die Analyse der Auswirkung dieses neuen Kontextes erfordert einen interdisziplinären Zugang, der Perspektiven der sich wandelnden internationalen Governance-Architektur verbindet mit Analysen der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) wichtiger Schlüsselländer und deren sozio-ökonomischen Effekte.

Das Projekt leistet einen Beitrag für den Ende 2018 geplanten "Facilitative Dialogue" unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, kurz UNFCCC), der die Grundlage für eine Überarbeitung und Verschärfung der NDCs in 2020 schaffen soll.

Das Projekt hat vier Ziele:

1. Sind die derzeitigen NDCs angemessen im Lichte des Ziels die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius beziehungsweise sogar 1,5 Grad Celsius zu begrenzen?
Das Projekt analysiert THG- und Energiesystemszenarios unter besonderer Berücksichtigung von durch die NDCs induzierten Systemveränderungen. Bewertungsmaßstab ist dabei, welche Veränderungen notwendig wären, um die Klimaschutzziele einhalten zu können. Untersucht werden auch 1,5-Grad-Szenarien und Auswirkungen der NDCs auf weitere Sektoren, insbesondere den Landnutzungssektor.

2. Welche Auswirkungen haben die NDCs und Dekarbonisierungspfade auf andere sozio-ökonomische Ziele der EU?
Hierzu werden die THG- und Energiesystemszenarien in eine Reihe verschiedener makro-ökonomischer Modelle integriert. Ziel der Untersuchung sind die Auswirkung auf andere ökonomische und gesellschaftliche Kenngrößen wie Innovation und Technologienentwicklung, Handel und Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Finanzflüsse sowie Energiemärkte und Energiesicherheit.

3. Ist die internationale Governance-Architektur angemessen?
Sektor-spezifische Governance-Herausforderungen werden identifiziert und untersucht, inwiefern diese Herausforderungen durch den bestehenden Governance-Rahmen adressiert werden. Dabei werden nicht nur UNFCCC und Paris Agreement berücksichtigt, sondern der erweiterte Regimekomplex inklusive einer Reihe weiterer inter- und transnationaler Governance-Institutionen.

4. Es werden Empfehlungen für EU-Klimapolitik und -diplomatie entwickelt.


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