FES-Kooperationsmaßnahme Iran

Maßnahme zur Netzwerkbildung mit iranischen Forschungseinrichtungen

  • Projekt-Nr.151197
  • Laufzeit 04/2017 - 10/2017

Die Islamische Republik Iran verfügt mit über die weltweit größten Öl- und Gasvorkommen. Die wachsende Wirtschaft und Bevölkerung im Land sowie die weitreichende Energiesubventionierung haben jedoch in den vergangenen Jahren nicht nur zu einem raschen Anstieg der Energienachfrage in Haushalten und der Industrie geführt, sondern ebenfalls zu einer steigenden Ineffizienz im Energieverbrauch, wodurch sich negative ökologische Konsequenzen ergeben. Aber auch die Innovationsstärke der Industrie im Hinblick auf erneuerbare Energien wird hierdurch gehemmt, wodurch die iranische Industrie zunehmend ins Abseits gerät.

Zur Umkehrung dieses Trends fördert die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) seit 2017 im Iran Maßnahmen zur Stärkung des Forschungsaustausches zwischen Einrichtungen im Iran und Deutschland mit Hinblick auf die nachhaltige Transformation des iranischen Energiesystems. Die Maßnahmen verfolgen hierbei nicht zuletzt die Etablierung eines Wissenstransfers in die iranische Gesellschaft. Hierzu erfolgen Workshops in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut in Deutschland und im Iran. 

Ein einführender Workshop mit Vertretern führender Energieinstitutionen aus dem Iran in Wuppertal bildet die Ausgangsbasis zur Identifizierung relevanter Themen. Aufbauend hierauf reist eine Delegation des Wuppertal Instituts in den Iran, um unter anderem in Workshops und Diskussionsforen Erfahrungen aus der deutschen Energiewende zu veranschaulichen und darüber hinaus gemeinsame Forschungsprojekte im Hinblick auf das iranische Energiesystem auf den Weg zu bringen.