Um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, muss mittelfristig Klimaneutralität in energie- und ressourcenintensiven Industrieregionen erreicht werden. Hierfür werden Innovationen bei Produktionsprozessen sowie neue Geschäftsmodelle benötigt. Diese Transformation birgt jedoch das Risiko negativer wirtschaftlicher und sozialer Auswirkungen und wird daher von vielen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft abgelehnt. Dieser Widerstand stellt ein großes Hemmnis für klimafreundliche Innovationen dar und verhindert einen effektiven Klimaschutz.
Hier setzt das EIT Climate-KIC Flagship Re-Industrialise an: Unter Berücksichtigung der sozio-ökonomischen Herausforderungen einer Transformation in CO2-intensiven Industrieregionen fördert Re-Industrialise neue Entwicklungspfade an der Schnittstelle von Dekarbonisierung und wirtschaftlicher Entwicklung. Das Projekt soll Behörden, Entwicklungsagenturen und Unternehmen sowie auch Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure in europäischen Kohle- und Industrieregionen unterstützen.
Die regionale Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft verlangt eine sorgfältige Planung, Entwicklung und Markteinführung der neuen, klimafreundlichen Produkte und Geschäftsmodelle. Daher ist es Ziel von Re-Industrialise, Wissen darüber aufzubauen, wie sich die Risiken industrieller Dekarbonisierungsstrategien verringern und Netzwerke relevanter Stakeholder in den betroffenen Regionen schaffen lassen, um die konkrete Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen in einem größeren Maßstab zu erreichen.
Über den Zeitraum von drei Jahren wird das Projektkonsortium mithilfe eines dreiteiligen Ansatzes auf diese Ziele hinarbeiten:
Das Wuppertal Institut koordiniert das Re-Industrialise-Projektkonsortium und ist darüber hinaus in allen Arbeitsbereichen inhaltlich beteiligt.
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