DeCarbRC

Diskussion einer Dekarbonisierungsstrategie für die Rain Carbon Gruppe

  • Projekt-Nr.152129
  • Laufzeit 02/2020 - 06/2020

Die Treibhausgas(THG)-Neutralität ist zu einem wichtigen Thema geworden, sowohl für die Konsumgüter- als auch für die Grundstoffindustrie. Hersteller von Konsumgütern verlangen nach klimaneutralen Vorprodukten, um die Klimaneutralität ihrer Produkte kommunizieren zu können. Ein Beispiel dafür ist die Automobilindustrie, die die Aluminiumproduzenten zunehmend dazu drängt, "kohlenstoffneutrales" Aluminium zu liefern. Dies hat wiederum direkte Auswirkungen auf die Vorlieferanten und deren Produktion.

Einer dieser Vorlieferanten ist die Rain Carbon Gruppe mit Standorten in Europa, den USA und Indien. Die Firma produziert unter anderem auf Reststoffen von Raffinerien (Green Petrol Coke, GPC) basierenden kalzinierten Petrolkoks (Calcinated Petrol Coke, CPC), der wiederum die Grundlage zur Produktion von Anoden ist, die in der Aluminiumelektrolyse verwendet werden.

In einer Studie im Auftrag der Rain Carbon GmbH diskutierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Optionen zur THG-Reduktion in der gesamten Wertschöpfungskette, um das Unternehmen bei der Konzipierung einer THG-Reduktionsstrategie und der Entwicklung einer Vision in Richtung THG-Neutralität zu unterstützen.

Dabei unterschieden sie zwischen Rain Carbons eigenem Verantwortungsbereich (dem Kalzinierungsprozess) und den vor- und nachgelagerten Produktionsprozessen, die sich nicht direkt in ihren Händen befinden. Diese betreffen sowohl die vorgelagerte Produktion von GPC in Raffinerien als auch die nachgelagerte Weiterverarbeitung des CPC zu Anoden und deren Abbrand bei der Aluminiumelektrolyse. Aufgrund der unterschiedlichen zeitlichen Dimension der einzelnen Optionen empfehlen die Autoren eine Roadmap zu entwickeln, die diese Optionen zu einem konsistenten mittel- und langfristigen Pfad Richtung klimaneutrales CPC über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg kombiniert.