Das Wuppertal Institut unterstützt Unternehmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit: Die Forschenden bewerten die Erreichung von Umwelt- und Sozialzielen, entwickeln zukunftsfähige Konzepte für Geschäftsmodelle sowie resiliente Lieferketten und unterstützen Betriebe dabei, die Maßnahmen wirksam umzusetzen und zu vermitteln.
Märkte verändern sich rasend schnell – wer langfristig Erfolg haben will, muss heute umdenken. Daher beschäftigen sich die Forschenden des Wuppertal Instituts mit den für die Unternehmen relevanten Megatrends, blicken auf die Vielzahl der gesellschaftlichen Herausforderungen und übersetzen diese in konkrete betriebliche Strategieoptionen und Geschäftsmodellinnovationen. Von der Analyse von Nachhaltigkeitspotenzialen, über die Entwicklung von Vorschlägen für die Optimierung von Stoffkreisläufen bis zum Einsatz digitaler Produktpässe: So wird die nachhaltige Transformation machbar und sichert Wettbewerbsvorteile für die Märkte von morgen.

Unternehmen, die mit dem Wuppertal Institut zusammenarbeiten, profitieren von der Expertise im Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung sowie Wirkungs- und Wesentlichkeitsanalysen. Die Forschenden greifen dabei auf wissenschaftlich anerkannte Methoden zurück, die sich durch ausgeprägten Praxisbezug auszeichnen. Das Ziel: Unternehmen werden befähigt, die erarbeiteten Daten und Modelle eigenständig zu nutzen und weiterzuentwickeln. Den Forschenden geht es nicht um die reine Sammlung von Daten, sondern darum, mitzuhelfen, sie für die Unternehmen bestmöglich strategisch in Wert zu setzen.
Das Leistungsspektrum reicht von vorausschauenden Analysen über die systematische Erfassung von Vor- und Nachteilen geplanter Maßnahmen bis hin zur Messung relevanter Kennzahlen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, beispielsweise nach ESRS für die CSRD. Darüber hinaus entwickeln die Forschenden maßgeschneiderte Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und passgenau bewerten können. Insbesondere unterstützt das Wuppertal Institut mit
Wie solche Analysen in der Praxis aussehen, zeigt die langjährige Zusammenarbeit mit der GLS Bank. Was als Projekt zur CO2-Bilanzierung begann, hat sich stetig weiterentwickelt. Die Forschenden verfeinerten die hier zugrunde gelegte Methodik, um die grüne und soziale Finanzierungsstrategie der Bank adäquat abzubilden.. Zudem haben beide Partner auch konzeptionell zusammengearbeitet und veröffentlichen beispielsweise gemeinsam ein Impulspapier für die Politik zum Thema "Transformationsgeld". Auch die Erforschung von Zukunftsfragen – etwa zu den Risiken für die Biodiversität durch die Finanzbranche – erfolgte gemeinsam.
Mit einer wissenschaftlich fundierten Strategie ebnen Unternehmen den Weg zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell, mit dem sie sich auch in den Märkten von morgen erfolgreich durchsetzen. Ob durch ein zukunftsfähiges Beschaffungsmanagement, optimierte Ressourcen- und Materialflüsse durch zirkuläre Produkt- und Serviceleistungen oder die strategische Nutzung des digitalen Produktpasses im Zusammenspiel von Produktion und Konsum: Die Forschenden des Wuppertal Instituts machen Transformationspfade messbar und machbar. Zu den typischen Leistungen in diesem Bereich gehören:
Ein Projektbeispiel ist die Forschungskooperation mit der BARMER, ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung. Mit rund neun Millionen versicherten Personen zählt die BARMER zu den größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Das übergeordnete Ziel des ersten gemeinsamen Vorhabens war die Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmens- und Markenstrategie, die das Projektteam strategisch-konzeptionell vorbereitet und wissenschaftlich begleitet hat. Darauf aufbauend wurden gezielte Studien gemeinsam entwickelt und umgesetzt – wie beispielsweise die Explorationsstudie "Klimawandel und Gesundheit"" und Umsetzungsprojekte wie URBAN SusHealth.
Wer Strategien nur verordnet, verliert seine Belegschaft. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Analysen verständlich vermittelt werden und aus Betroffenen Beteiligte werden. Die Wissenschaftler*innen des Wuppertal Instituts betrachten Unternehmen deshalb nicht isoliert von Außen. Sie begleiten Unternehmen dabei, Ergebnisse und Strategien so im Betrieb zu kommunizieren, dass Motivation und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden wachsen.
Ebenso wichtig ist der Blick nach außen: Wenn Nutzer*innen, Haushalte und Partner*innen frühzeitig an Veränderungen mitwirken, steigt nicht nur das Vertrauen in das unternehmerische Handeln. Sie erhalten auch direkte Einblicke in die Marktanforderungen der Zukunft und entwickeln passgenaue Lösungen – etwa als Produkt-Dienstleistungs-Systeme – mit echtem Mehrwert.
Die Forschungsleistungen in diesem Themenfeld umfassen die Entwicklung und Umsetzung von stakeholderspezifischen, innovativen Kommunikationsformaten (intern/extern), die Entwicklung und Begleitung von Lernräumen im Unternehmen, die wissenschaftliche Begleitung von unternehmensinternen Bildungs- und Kompetenzaufbauprozessen sowie die Unterstützung des Change Managements inklusive begleitender Kommunikation.
Ein Beispiel der hier genannten Leistungen ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Wuppertal Institut und der Autostadt in Wolfsburg. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde die Ausstellung LEVEL GREEN konzipiert und im Jahr 2007 eröffnet; seither wird sie kontinuierlich weiterentwickelt. Im Rahmen dessen werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Nachhaltigkeitsforschung für eine breite Zielgruppe – wie Familien, Geschäftspartner*innen, Autoabholer und viele mehr – erlebbar gemacht, die Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil schaffen können. Darüber hinaus ermöglicht die Ausstellung Einblicke in die Umsetzung von Nachhaltigkeit im unternehmerischen Kontext bei der Autostadt und Volkswagen.
Zudem fanden in diesem Kontext weitere wissenschaftliche Studien und Interventionen statt, wie etwa ein Experiment zur Zahlungsbereitschaft von nachhaltig produzierten Lebensmitteln namens "Pay What You Want" oder die wissenschaftliche Begleitung der Kampagne GUT ESSEN.
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