Sozial-ökologische Bewertung der stationären energetischen Nutzung von importierten Biokraftstoffen am Beispiel von Palmöl

  • Projekt-Nr.1127
  • Laufzeit 11/2006 - 04/2007

Die stationäre und mobile energetische Nutzung von Pflanzenölen ist in Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten zunehmend in der Diskussion. Dies beschränkt sich nicht auf heimische Pflanzenöle, sondern bezieht zunehmend importiertes Palmöl ein. Dies liegt an der stark steigenden energetischen Nachfrage und Befürchtungen, dass diese im Falle von Palmöl zum Kahlschlag an Regenwäldern vor allem in Asien beitragen könnte. Zwar dominieren beim Palmöl in Deutschland und der EU bei weitem die nicht energetischen Nutzungen, jedoch nimmt aus Kostengründen sowohl bei den Betreibern von Kraftwerken, Blockheizkraftwerken sowie Heizungsanlagen als auch bei den Herstellern von Biodiesel das Interesse an Palmöl zu. Das Projekt soll eine Bestandaufnahme der energetischen Nutzungsmöglichkeiten von Palmöl sowie der tatsächlichen Nutzung und Informationen zum Anbau und Handel liefern. Zudem werden die politischen Rahmenbedingungen sowie regionalen Produktionspotenziale für Pflanzenöle in Deutschland und der Europäischen Union untersucht.
Außerdem werden die wahrscheinlichen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen der Nutzung von Palmöl identifiziert. Ergänzend hierzu werden beispielhafte Praktiken wie auch Ansätze zur Zertifizierung einer nachhaltigen Produktion von Palmöl dokumentiert. Schließlich sollen politische Möglichkeiten zum Ausschluss energetischer Nutzungen von nicht nachhaltig erzeugten Palmöl aufgezeigt werden. Diese werden hinsichtlich ihrer Kompatibilität mit juristischen Anforderungen im Bereich des internationalen Rechts geprüft. Auf der Basis dieser Analysen sowie eines Workshops werden die Projektpartner Empfehlungen an den Auftraggeber und weitere Akteure ableiten.


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