DekarbInd

Dekarbonisierung der industriellen Produktion (DekarbInd) – Bewertung von Dekarbonisierungsmaßnahmen und Erarbeitung von Eckpunkten einer Roadmap für die Stahl- und Zementindustrie

  • Projekt-Nr.152104
  • Laufzeit 02/2020 - 01/2022

Deutschland soll bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral werden. 2018 emittierte der deutsche Industriesektor etwa 196 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Damit trägt er mit 23 Prozent zu den nationalen Treibhausgasemissionen bei und ist nach der Energiewirtschaft die zweitgrößte Emissionsquelle in Deutschland. Etwa zwei Drittel der industriellen Emissionen stammen aus der energieintensiven Industrie. Die Stahl- und Zementindustrie wiederum verursachen mehr als die Hälfte dieser Emissionen.

Die Dekarbonisierung des Industriesektors erfordert neue technologische Konzepte und passende, langfristig angelegte politische Rahmenbedingungen, die den Industrien frühzeitig Handlungsfelder und Entscheidungspfade eröffnen. Im Projekt erstellen die Forschenden Eckpunkte für Roadmaps zur Dekarbonisierung der Stahl- und Zementindustrie. Die Eckpunkte geben konkrete Hinweise, welche Techniken und Maßnahmen bis zum Jahr 2030 von der Zement- und Stahlindustrie umgesetzt werden können und welche weiteren Schritte bis zum Jahr 2050 erforderlich sind.
Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Projektleitung), dem Wuppertal Institut sowie der Universität Lund wissenschaftlich begleitet. Bei dem Vorhaben werden Stakeholder aus Industrie, gesellschaftlichen Interessengruppen sowie Politik und Wissenschaft eingebunden. So soll es gelingen, die Eckpunkte unter der Bedingung größtmöglicher Transparenz, Mitwirkung und Praxisnähe zu entwickeln.

Die beteiligten Forschenden des Wuppertal Instituts entwickeln schwerpunktmäßig eine branchenübergreifende Methodik zur Bewertung von Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Industrie allgemein sowie gemeinsam mit dem gesamten Forschungsteam Eckpunkte einer Roadmap für die Dekarbonisierung der Zementindustrie. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt (UBA) gefördert.


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