MaRess

Materialeffizienz und Ressourcenschonung: Untersuchung von Stoffströmen, Branchen, Bedürfnisfeldern sowie Entwicklung von Strategien und Instrumenten

  • Projekt-Nr.3114, 3238, 3326, 3424, 3707, 7505
  • Laufzeit 07/2007 - 12/2010

Umweltbelastungen durch die Entnahme und Nutzung von Ressourcen, die damit verbundenen Emissionen und die Entsorgung von Abfällen führen direkt zu ökologischen und in der Folge auch zu sozialen und ökonomischen Problemen. Versorgungsunsicherheit, Ressourcenknappheit, die sich daran entzündenden internationalen Rohstoffkonflikte sowie hohe und stark fluktuierende Rohstoffpreise können zu starken ökonomischen und sozialen Verwerfungen in allen Ländern der Erde führen. Zudem gefährden die Wettbewerbsnachteile, die durch eine ineffiziente Ressourcennutzung entstehen, die Entwicklung von Unternehmen und Arbeitsplätzen. Die Steigerung der Ressourceneffizienz wird daher in der nationalen und internationalen Politik zunehmend zum herausragenden Thema. Bisher fehlen jedoch konsistente Strategien und Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Ressourceneffizienzpolitik. Vor diesem Hintergrund beauftragten das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt 31 Projektpartner mit dem Forschungsprojekt "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess).

Ziel des Projekts sind substanzielle Wissensfortschritte zu vier Kernfragen für die Steigerung der Materialeffizienz und für die Ressourcenschonung.

  • Erstens gilt es, die Potenziale der Ressourceneffizienzsteigerung zu ermitteln.
  • Zweitens sind Ansätze für zielgruppenspezifische Ressourceneffizienzpolitiken zu entwickeln.
  • Drittens werden Ergebnisse hinsichtlich der Wirkungsanalyse auf gesamt- und betriebswirtschaftlicher Ebene erwartet.
  • Viertens geht es um die wissenschaftliche Begleitung der Umsetzungsaktivitäten und des Agenda Setting sowie um die Kommunikation der Ergebnisse mit den Zielgruppen.

Um das Forschungsprojekt MaRess durchzuführen, wurden insgesamt 14 Arbeitspakete etabliert, die den vier Bereichen "Potenziale der Ressourceneffizienzsteigerung", "Zielgruppenspezifische Ressourceneffizienzpolitik", "Wirkungsanalyse" und "Konkrete Umsetzung, Agenda-Setting, Verbreitung der Ergebnisse" zugeordnet sind. Das Wuppertal Institut leitet und koordiniert das Projekt. An 11 der 14 Arbeitspakete sind Mitarbeiter/-innen aus allen Forschungseinheiten des Wuppertal Instituts beteiligt.