Klimawandelbegrenzen

Die fossile Ära beenden und den Klimawandel deutlich unter 2 Grad Celsius – am besten auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzen: Das ist machbar mit dem Engagement vieler Beteiligte in Ländern, Städten und Unternehmen, einer fairen, internationalen Klimapolitik und einem CO2-armen Lebensstil.

Die globale Erderwärmung soll deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau gehalten werden – am besten sogar unter 1,5 Grad Celsius –, darin ist sich die Weltgemeinschaft seit dem UN-Klimagipfel in Paris 2015 einig. Andernfalls kommen auf uns nicht mehr beherrschbare Veränderungen des Erdsystems zu. Daher müssen die von Menschen verursachten klimaschädlichen Emissionen radikal gesenkt werden, insbesondere jene, die am höchsten sind.

Erderwärmung
Die fossile Ära beenden, den Klimawandel auf 1,5 Grad Celsius begrenzen – das ist machbar.
Fairness und Vorbilder

Doch wie kann ein effektives und faires internationales Klimaregime gestaltet werden? Für Staaten, Regionen oder Städte gilt, die Anstrengungen zu intensivieren und gleichzeitig die schwächsten Staaten zu unterstützen und zu ermutigen, eine post-fossile Entwicklung einzuschlagen. Das Wuppertal Institut untersucht, welche Mechanismen und Instrumente für diesem Zweck am geeignetsten sind.

Wirtschaft dekarbonisieren

Für Industrie- und auch Schwellenländer heißt es, die Weichen dafür zu stellen, dass um 2050 der CO2-Ausstoß gegen Null geht und unser Energiesystem weitgehend "dekarbonisiert" ist. Die Ära von Kohle, Öl und Gas als Basis unserer Wirtschaft wird spätestens dann ein Ende haben müssen. Die Welt wird Mitte des Jahrhunderts eine andere sein. Und: Der Übergang dahin hat längst begonnen, muss aber weiter an Tempo gewinnen. Das Wuppertal Institut zeigt, wie der Systemwechsel gelingen kann.

Gewinner Klimaschutz

Letztlich kann der Wandel nur gelingen, wenn alle Seiten dazu beitragen. Viele sind unterwegs mit ehrgeizigen Klimaschutzzielen und großem Engagement. Das Wuppertal Institut unterstützt die Akteurinnen und Akteure in Ländern und Kommunen mit Konzepten und Strategien, die mehr leisten als die Reduktion von Emissionen. Sie stellen sicher, dass der Weg nachhaltig und richtungssicher ist, dass Wirtschaft und Bevölkerung mitgenommen und zu Gewinnern des Wandels werden.

Anpassung und Lebensstil

Doch der Klimawandel hinterlässt Spuren, die in manchen Weltgegenden verheerend sind und selbst in Mitteleuropa Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Ein klimagerechter Umbau von Infrastrukturen muss dies mit in den Blick nehmen.

Letztlich gehören zum effektiven Klimaschutz mehr als neue Energieträger oder innovative Technologien. Was und wie viel wir konsumieren, woraus und wie die Dinge, die wir nutzen, hergestellt sind, all das beeinflusst tagtäglich unser Klima. Um den Lebensstil nachhaltig zu gestalten, bedarf es etwa klimafreundlicher Produkte, Transparenz und vor allem klare Rahmenbedingungen und die Unterstützung durch die Politik. Auch daran forscht das Wuppertal Institut.

Kontakt

Wolfgang Obergassel

Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik

Tel.: +49 202 2492-149

wolfgang.obergassel@wupperinst.org

Manfred Fischedick

Vom Klimaschutz profitieren viele – denn die Maßnahmen sind häufig mit erheblichem Zusatznutzen verbunden, wenn sie auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Dies gilt beispielsweise für die Verbesserung der Luftqualität, eine verstärkte Teilhabe durch einen einfacheren Zugang zu Energie, das Schaffen neuer Arbeitsplätze und Geschäftsfelder sowie geringere Abhängigkeit von Brennstoffimporten und damit erhöhte Versorgungssicherheit.

Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick
Wissenschaftlicher Geschäftsführer

Themen

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Projekte

Forschung zum Klimaschutz findet im nationalen und internationalen Kontext statt. Im Folgenden sehen Sie ausgewählte Beispiele, alle Projekte finden Sie hier.

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