Ressourceneffizienz im Kreislauf

Jährlich fallen in Deutschland über 380 Millionen Tonnen Abfälle an – eine gigantische Verschwendung an Rohstoffen und natürlichen Ressourcen.

Dieses Ausmaß entsteht durch lineare Produktions- und Konsumstrukturen: Produkte herstellen, nutzen und entsorgen, ohne dass die Nachnutzungsphase dabei systematisch bedacht wird. Unsere Wegwerfgesellschaft trägt erheblich dazu bei, dass die globale Nutzung natürlicher Ressourcen ein nachhaltiges Niveau deutlich übersteigt.

Vom Abfall zum dringend benötigten Sekundärrohstoff

Deutschland gehörte in der Vergangenheit zu den Vorreitern einer Politik des nachsorgenden Umweltschutzes. Ziel war bislang, die mit der Entstehung und Behandlung von Abfällen verbundenen Belastungen für die Umwelt und den Menschen so weit wie möglich zu reduzieren. Unter anderem durch technische Standards und ein Deponierungsverbot für unbehandelte Abfälle werden Abfälle heute zuverlässig und so umweltfreundlich wie möglich entsorgt. Das ändert allerdings nichts am Kernproblem des Abfallaufkommens. Auch das Recycling von Abfällen kann den Verlust von Rohstoffen nicht vollständig verhindern und erfordert den Einsatz natürlicher Ressourcen.

Deutschland und die Europäische Union haben sich daher das Ziel gesetzt hin zu einer umfassenden Transformation einer Kreislaufwirtschaft, in der Abfälle so weit wie möglich vermieden, Produkte und Komponenten möglichst lange genutzt und Abfälle umfassend als potenzielle Ressource betrachtet werden. Die damit verbundenen Herausforderungen und Fragestellungen an die Gestaltung von Infrastrukturen, Policy Mixen, Governance-Strukturen sowie notwendigen Innovationsprozessen sind der Ausgangspunkt für die Forschung des Geschäftsfelds Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut.

Kontakt

Dr. Henning Wilts

Tel.: +49 202 2492-290

Fax: +49 202 2492-138

henning.wilts@wupperinst.org

Wir recyceln zwar viel, machen daraus aber noch viel zu wenig. Kreislaufwirtschaft heißt auch, dort wo es sinnvoll ist, hochwertig zu verwerten und nicht nur auf Quantität behandelter Abfälle zu achten.

Sören Steger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Themen

Aus den vielfältigen Forschungsarbeiten zum Thema Kreislaufwirtschaft finden sich folgende Bereiche:

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